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Abenteuer des Geistes – Dimensionen des Politischen PDF

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Als galant bezeichnet man im alltäglichen deutschen Sprachgebrauch das zuvorkommende Verhalten eines Mannes gegenüber einer Frau. In den 1920ern und 1930ern war hiermit noch klarer ein männliches Verhalten bezeichnet, das Frauen abenteuer des Geistes – Dimensionen des Politischen PDF sich einnimmt.


Författare: Petra Huse.

Politische Wissenschaft ist ein Abenteuer des Geistes. In diesem Sinne wurde sie im Nachkriegsdeutschland durch Eric Voegelin und seine Neue Wissenschaft der Politik wiederbelebt.
Der Band ehrt einen Voegelin-Schüler, der als einer der unkonventionellsten Politikwissenschaftler Deutschlands gilt. Walter Rothholz hat sich in seiner wissenschaftlichen Laufbahn mit so verschiedenen Themen wie Wohlfahrtsstaat, Repräsentations- und Transformationstheorien, politischer Kultur, Mystik und Religion beschäftigt.
In einem ebenso weiten Spektrum umfasst der Band aktuelle Beiträge ausgewiesener Experten als auch Nachwuchswissenschaftler zu den Dimensionen politischen Denkens und Handelns.

Das Galante ist jenseits dieses Sprachgebrauchs ein in der zweiten Hälfte des 17. Aber a propos was ist galant und ein galanter Mensch? Dieses dürffte uns in Wahrheit mehr zuthun machen als alles vorige, zumahl da dieses Wort bey uns Teutschen so gemein und so sehr gemißbrauchet worden, daß es von Hund und Katzen, von Pantoffeln, von Tisch und Bäncken, von Feder und Dinten, und ich weiß endlich nicht, ob nicht auch von Aepffel und Birn zum öftern gesagt wird. Das Wort galant ist älter als die Mode des Galanten, die unter Anhängern eines verfeinerten Verhaltens im 17. Galant war ursprünglich Partizip Präsens des Verbs galer, und stand dabei für Vergnügungssuche junger Männer. Minnelyrik wie in der Hofkultur, die Frankreich wiederholt exportierte.

Jahrhundert zeigen sich eher Tendenzen, nationale Identitäten aufzubauen. Frankreich selbst konkurriert als Anbieter von Moden mit Italien, Spanien und Portugal. Zwischen 1660 und 1690 verändert sich die politische Lage in Europa zugunsten französischen kulturellen Einflusses: Frankreich wird zur europäischen Großmacht, die in einer Kette internationaler Konflikte Machtansprüche geltend macht und dabei sowohl mit offizieller Propaganda wie mit international vermarkteter Regimekritik französischer Autoren europäische Öffentlichkeit gewinnt. Stadt selbst entwickelt ein kommerzielles Kulturleben mit festem Angebot an Theater- und Musikaufführungen. Die Verschärfung der Pressezensur in Frankreich führt in den 1660ern zu einer Umstrukturierung der französischen Presselandschaft. Regimekritik verlagert sich auf den internationalen Markt.