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Adolf H. – Lebensweg eines Diktators PDF

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Bereits zu seinen Lebzeiten, aber auch weit über seinen Tod hinaus wurde Hitler adolf H. – Lebensweg eines Diktators PDF wieder mit klinisch relevanten Störungsbildern wie Hysterie, Psychopathie oder megalomaner und paranoider Schizophrenie in Verbindung gebracht.


Författare: Thomas Sandkühler.
Eine historisch fundierte Biografie für Jugendliche, aber auch für Studenten und Erwachsene.

Dem öffentlichen Interesse entsprechend, das der Privatperson Hitler bis heute entgegengebracht wird, erzielen Hitler-Psychopathographien Medienwirksamkeit. Die Pathographie ist in der Psychiatrie jedoch nicht nur schlecht beleumundet, sondern gilt auch als unethisch. Im Falle von Hitler birgt die Psychopathographie besondere Probleme. Psychiatrie häufig die Frage vernachlässigt worden, wie ein möglicherweise psychisch gestörter Hitler diejenige große und begeisterte Anhängerschaft habe gewinnen können, die seine Politik bis 1945 mitgetragen hat. Es ist bislang nicht nachgewiesen, ob Hitler jemals von einem Psychiater untersucht wurde. Oswald Bumke, Psychiater und Zeitgenosse Hitlers, geht davon aus, dass dies niemals der Fall war.

Im Mittelpunkt der Spekulationen um eine mögliche psychiatrische Bewertung Hitlers zu seinen Lebzeiten steht sein Aufenthalt im Reservelazarett Pasewalk Ende 1918. Jedoch urteilten bereits unter den zeitgenössischen Psychiatern manche, dass ein solcher Rückfall, der organisch nicht zu erklären gewesen wäre, als hysterisches Symptom beschrieben werden müsse. Strittig ist bereits, welche Beschwerden bei ihm in Pasewalk festgestellt wurden. Hitlers Krankenblatt, das eine Diagnose bestätigen oder widerlegen könnte, galt bereits Ende der 1920er Jahre als verschollen und ist auch später nie wieder aufgetaucht.