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Alter Glaube und moderne Welt PDF

Dieser Artikel behandelt das Alter als Lebensabschnitt des Menschen. Greisin ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Unter dem Alter versteht man den Lebensabschnitt rund um die mittlere Lebenserwartung des Menschen, also das Lebensalter zwischen dem mittleren Erwachsenenalter und alter Glaube und moderne Welt PDF Tod. Grundtatsachen abgesehen, ist das Altersbild kulturell geprägt.


Författare: Rudolf Schlögl.
Europas Christentum im Kampf gegen die Zumutungen der Moderne
Der Aufstieg der bürgerlichen Gesellschaft im Europa des 18. und 19. Jahrhunderts brachte große Unruhe mit sich. Man suchte Heilmittel gegen die Zumutungen der Moderne und fand sie im Christentum. Doch das Gespenst 'Säkularisierung' war nicht mehr zu bannen. Das Christentum musste sich mit einer neuen Gesellschaft eigensinniger Individuen auseinandersetzen. Es wurde dabei historisiert und nun selbst als vergänglich angesehen. Der renommierte Frühneuzeithistoriker Rudolf Schlögl schreibt die gesamteuropäische Geschichte dieser fundamentalen Umwälzung.
Ein epochales Werk voller überraschender Einsichten.

Eine zentrale Rolle spielen dabei religiöse Traditionen, und zwar selbst in säkularen Gesellschaften, deren Mitglieder sich dieser Traditionen oft kaum noch bewusst sind. Uneinheitlich ist auch das Ansehen des Alters. 300 mögliche Ursachen des Alterns diskutiert. Zitiert werden hier insbesondere Abnutzungs- bzw. Gaspare Traversi: Hiob, von seiner Frau verspottet, Ölgemälde aus dem 18. Hiob ist einer der bedeutendsten Alten des AT.

Der Basissatz der alttestamentlichen Gerontologie, der gleichermaßen für die jüdische und für die christliche Religion verbindlich ist, heißt: Ein langes und erfülltes Leben ist ein Geschenk Gottes. Obwohl die mit ihm verbundenen Schwächen und Einschränkungen nicht geleugnet werden, ist das Alter im Judentum durchweg positiv besetzt. Das lebenslange Lernen ist eine jüdische Tugend, die dem Alter besonderen Wert verleiht. Die erworbene Lebensweisheit und Erfahrung, das Nachlassen körperlicher Triebe, die zusätzliche Zeit für das Studium der Tora und die Ausübung ihrer Gebote werden als große Vorteile angesehen. Strack und Paul Billerbeck haben darauf hingewiesen, dass es im Alten Testament bis zu Abraham zwar Alte, aber kein Altern gegeben habe.

Das Neue Testament macht über das Alter nur wenige explizite Aussagen, und diese unterscheiden sich kaum von denen des Alten Testaments. Im Islam stellt das Alter keinen besonderen Lebensabschnitt mit speziellen religiös begründeten Rechten und Pflichten dar. Schwäche und das graue Haar des Alters. Kulturell verankert ist in der muslimischen Gesellschaft das Gebot, die Lebenserfahrung der älteren Generation zu respektieren. Das hohe Ansehen, das das Alter hier genießt, ist unter anderem darin begründet, dass den Gläubigen die Pilgerfahrt nach Mekka oft erst im hohen Alter möglich ist. Im Buddhismus, der das Leben bzw. Geburt, der Krankheit und des Todes.

Unterschied zwischen beiden Religionen liegt u. Hinduismus weltliches Streben nach Erfolg, Lust und Wohlstand nicht als vergeblich ansieht. Schrift Cato maior de senectute Opposition gegen die Klagen, die gegen das Alter immer geführt werden. In seinem um 1580 geschriebenen Essay Über das Alter plädierte auch der französische Philosoph Michel de Montaigne für ein aktives Alter, in dem man seiner Berufs- oder sonstigen Tätigkeit zum öffentlichen Wohle möglichst lange nachgehen solle.

Charlotte Bühler, eine der Begründerinnen sowohl der Entwicklungs- als auch der Gerontopsychologie, wies bereits 1933 darauf hin, dass Menschen sich lebenslang entwickeln, nahm aber auch an, dass im Mittelpunkt der Psychologie des Alters die Vorbereitung auf das Ende stehe, und konzipierte die psychologische Entwicklung des Menschen infolgedessen als Kurve, die bis zur Lebensmitte anstieg und danach abfiel. Eine alte Frau füttert Möwen am Meer. Familien-, Arbeits-, Freizeit- und Wohnsituation alter Menschen vor allem in reichen Ländern der Westlichen Welt. In den modernen Industriegesellschaften ist der Begriff des Alters eng mit dem Austritt aus dem Erwerbsleben bzw. Das erste Land der Erde, in dem die gesetzliche Rentenversicherung eingeführt wurde, war 1889 das Deutsche Kaiserreich. Großeltern entstand, wie der Historiker Erhard Chvojka aufgewiesen hat, erst mit der bürgerlichen Gesellschaft Mitte des 18.

Thema in der Mythologie und Literatur. Johann Wolfgang von Goethe: Das Alter. Ernest Hemingway: Der alte Mann und das Meer. Jacques Brel schrieb über alte Menschen 1963 ein Chanson Les vieux.