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Arbeit am musikalischen Werk PDF

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Haydn ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Den größeren Teil seiner beruflichen Laufbahn verbrachte Joseph Haydn als Hofmusiker auf dem Landsitz der wohlhabenden ungarischen Familie Esterházy, wo er deren Arbeit am musikalischen Werk PDF und Oper leitete.


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Als bemerkenswerter Sonderfall kompositorischer Poetik dürfen verschiedene Versionen eines Werkes (sog. Proliferationen) gelten. Finden sich vereinzelte Beispiele hierfür lange vor 1900, so hat diese ›Weiterarbeit‹ an bereits bestehenden Kompositionen in den letzten Jahrzehnten deutlich an Bedeutung gewonnen.
Die Salzburger Tagung Arbeit am musikalischen Werk. Zur Dynamik künstlerischen Handelns (Universität Mozarteum Salzburg, 24.–26. März 2011) konzentrierte sich auf vergleichbare Beispiele zeitgenössischer Musik. Die Referentinnen und Referenten wurden eingeladen, in Fallstudien u.a. über Pierre Boulez, Adriana Hölszky und Wolfgang Rihm
a) Proliferation-Phänomene informativ und kritisch abwägend vorzustellen;
b) ausgewählte Aspekte der Entstehungs-, Veröffentlichungs-, Aufführungs- und
Rezeptionsgeschichte zu diskutieren;
c) Überlegungen zum Werkbegriff anzubieten.

1797 vertonte Haydn für den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Franz II. Lorenz Leopold Haschka ebenfalls vom Hof bestellte Gedicht Gott! Franz, den Kaiser, Unsern guten Kaiser Franz! Dorf Rohrau, Obere Hauptstraße 25, im Erzherzogtum Österreich, dem heutigen Niederösterreich, geboren. Im Alter von sechs Jahren wurde Haydn 1738 zu Verwandten in das nahe Hainburg an der Donau geschickt.

In der Domkapelle erhielt Haydn Gesangs-, Klavier- und Violinunterricht. Reutter korrigierte Haydns erste Kompositionen, gab ihm aber keinen geregelten Kompositionsunterricht. Selbstunterricht und wohl allein schon dadurch, dass er in jungen Jahren als professioneller Musiker an einem für die Musik wichtigen Ort war. 1749 war Haydns Stimmbruch abgeschlossen, so dass er die hohen Stimmen im Chor nicht mehr singen konnte. Er wurde aus seiner Stelle entlassen und begann eine Karriere als freier Musiker. Zwischen 1754 und 1756 war Haydn auch freischaffend für den Wiener Hof tätig. Bällen der kaiserlichen Familie während des Karnevals und wurde in der Fastenzeit auch als supplierender Sänger in der Hofkapelle verwendet.

Seit 1754 gab der junge Haydn der 1744 in Wien geborenen späteren Komponistin Marianna Martines Klavierunterricht. Zu Beginn dieser Ausbildung soll Marianna Martines schon hervorragend gespielt haben. Haydn wohnte im selben Haus und erteilte ihr täglich gegen freie Kost Unterricht. Vermutlich 1757 erhielt Haydn seine erste wichtige Stelle als Musikdirektor des Grafen Karl von Morzin auf Schloss Dolní Lukavice bei Pilsen. Auf dieses Jahr datierte Haydn seine erste in Morzins Diensten komponierte Sinfonie. November 1760 heiratete Joseph Haydn im Wiener Stephansdom die zwei Jahre ältere Maria Anna Theresia Keller, die Tochter von Johann Petrus Keller, einem aus Hamburg stammenden und damals noch wohlhabenden, hofbefreiten Perückenmacher.

Graf Morzin geriet bald darauf in finanzielle Schwierigkeiten, die ihn zwangen, seine musikalischen Unternehmungen aufzugeben. Haydn wurde schnell eine ähnliche Stelle der Familie Esterházy angeboten, einer der wohlhabendsten und wichtigsten Magnatenfamilien im damaligen Königreich Ungarn, zunächst als Vizekapellmeister. Als der alte Kapellmeister Gregor Joseph Werner 1766 starb, wurde Haydn zum Ersten Kapellmeister befördert. Mit Luigia Polzelli, einer Sängerin im Esterházy-Unternehmen, hatte Haydn eine längere Affäre. Ohne jegliche Beweise wird immer wieder spekuliert, er sei der Vater ihres Sohnes Anton. Während der fast dreißig Jahre, die Haydn im Hause Esterházy arbeitete, produzierte er eine Flut von Kompositionen, und sein musikalischer Stil entwickelte sich ständig weiter. Seine Popularität in der Außenwelt vergrößerte sich ebenfalls.