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Auf den Spuren der Azteken PDF

Jahrhundert weiteten die Azteken im Laufe der Jahre ihren politischen und militärischen Einfluss auf die umliegenden Städte und Völker aus, die nicht direkt dem Reich angegliedert, sondern zur Zahlung von Tributen gezwungen wurden. Die aztekischen Mythen beschreiben vier große Zeitalter, die der bestehenden Welt vorangingen und in Katastrophen endeten. Das fünfte Zeitalter wurde auf den Spuren der Azteken PDF durch das Opfer eines Helden, der sich in die Sonne verwandelte. Das heutige Wappen Mexikos greift den Gründungsmythos von Tenochtitlán auf: Es zeigt einen Adler, der mit einer Schlange in den Krallen auf einem Kaktus sitzt.


Författare: Alfons Goldschmidt.

[…] Wer heute durch Mexiko wandert, trifft überall auf Spuren der alten Azteken. Das aztekische Reich hat seine fördernde und vernichtende Kraft nach allen Seiten Mexikos ausgestrahlt. Diese Spuren sind noch nicht verwischt, obwohl sie nicht mehr lebendige Spuren sind wie einst. Denn mit dem Reiche der Azteken ging auch ihr "Einfluss" unter. Ob für immer, das lässt sich nicht sagen. […]
Der linksintellektuelle Journalist und Wirtschaftswissenschaftler Alfons Goldschmidt beschreibt im vorliegenden Band Leben und Kultur der Azteken. Seine Ausführungen dienten als Drehbuch für einen UFA-Dokumentarfilm über Mexiko, der 1927 uraufgeführt wurde.
Unveränderter Nachdruck der Originalausgabe von 1927.

Nach der Legende wanderten die Azteken im 14. Jahrhundert von einem Ort im Norden namens Aztlán zum Texcoco-See in Zentralmexiko, angeführt von ihrem Gott Huitzilopochtli. Zeit zwischen 1100 und 1200 für möglich gehalten. Als Tezozómoc starb, ermordete sein Sohn Maxtla Chimalpopoca.

Itzcóatl bewirkte auch innenpolitisch weitreichende Veränderungen. 1440 den Thron und erweiterte das Herrschaftsgebiet nochmals. Allerdings wurde Tenochtitlán zwischen 1445 und 1450 durch eine Heuschreckenplage, eine Überschwemmung und eine Hungersnot schwer getroffen, was die Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln als Schwachpunkt offenbarte und die Notwendigkeit von Tributen noch einmal bekräftigte. 1482 übernahm Axayacatls älterer Bruder Tízoc kurz die Herrschaft, unter dem das Reich außenpolitisch an Ansehen verlor, bis er 1486 durch seinen jüngeren Bruder Auítzotl ersetzt wurde, der die Armee neu organisierte. Das Imperium erreichte während seiner Regentschaft das größte Ausdehnungsgebiet.

Aufgrund ihrer Aggressivität waren die Azteken bei ihren Nachbarn mehr verhasst als beliebt. Diese schafften es nicht auf diplomatischer Ebene und auch nicht durch Blutheiraten, den Machtdrang der Azteken zu bremsen. Als Cortés im Frühjahr 1520 wieder an die Atlantikküste zog, weil von Kuba aus ein Trupp mit der Aufgabe gelandet war, ihn festzunehmen, erhoben sich die Azteken gegen die in der Stadt verbliebenen Spanier. Nach seiner Rückkehr kam es zu Kämpfen zwischen Spaniern und Azteken, in deren Verlauf Moctezuma von seinen Landsleuten getötet wurde. Cortés sah daraufhin keine andere Möglichkeit als die Flucht aus der Stadt.

Während sich Cortés‘ Truppe in den folgenden Wochen erholte, wütete in Tenochtitlán eine Pockenepidemie, durch die gut sechzig Prozent der Bewohner der Stadt starben, darunter auch der neue König Cuitláuac. Sein Nachfolger Cuauhtémoc schaffte es nicht, den Abfall des Königs von Texcoco zu verhindern. Cuauhtémoc, der letzte aztekische Herrscher, wurde 1525 hingerichtet. Ruinen wurde das neue Mexiko-Stadt errichtet.