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Darf der das? PDF

Darf der das? PDF darf nicht sterben ist eine deutsche Kinodokumentation von Michael Grzimek und dessen Vater Bernhard aus dem Jahr 1959. Der Film erzählt von den Anfängen des Serengeti-Nationalparks in Tansania. Ende der 1950er Jahre wollte die tansanische Nationalparkverwaltung das Schutzgebiet um den Ngorongoro-Krater einzäunen.


Författare: Werner Holzwarth.
„Wir sind viel größer als die Zebras“, sagt die kleine Giraffe. Von hoch oben auf dem Rücken ihrer Mama kann die kleine Giraffe prima auf alle anderen Tiere herabschauen. Auf die Erdmännchen, die Löwen, ja sogar auf die Elefanten. Aber was erlaubt sich denn der kleine Vogel da?! Darf der das?
Eine wunderbar pointierte Bilderbuchgeschichte über Selbstbewusstsein, Hochmut und einen überraschenden Helden.

Seit Mitte der 1940er Jahre schwelte der Konflikt, als die Massai aufgrund von Bevölkerungswachstum anfingen, ihre Herden auch auf der Zentralebene und im Ngorongoro-Krater weiden zu lassen. Tanganjikas Regierung ordnete das Verlassen an, was aber von den Massai ignoriert wurde. Diese übersahen beim Zählen zwar die großen Herden im Norden der Serengeti und ihr wichtiges Trockenzeitweideland, trotzdem kamen sie auf Grund der Herdenbewegungen zur Erkenntnis, dass der Park zu klein werden und die Wanderungen zerstören würde. Nationalpark sollen auf Manipulation der Gefühle und Erwartungen der Öffentlichkeit in Europa und der Politiker in Afrika gegründet haben.

Die Serengeti bot mehr als 2500 Jahre Raum für Wildtiere und Landwirtschaft zugleich. Tansania verbannte jedoch schließlich 1975 die gesamte Agrarkultur aus dem Ngorongoro. Der Film war der internationale Höhepunkt für Bernhard Grzimek bei Wissenschaftlern und Filmkritikern. Als Lohn gab es 1960 einen Oscar für den besten Dokumentarfilm. Michael Grzimek verbrachte von Dezember 1957 bis zu seinem Tod am 10. Serengeti mit seiner Forschungsarbeit, die die Grundlage zu seiner Doktorarbeit werden sollte. Seine Arbeiten waren bis zu seinem Tod weitestgehend abgeschlossen.

Sein Vater, der ihn die meiste Zeit begleitet hatte, erstellte aus den Aufnahmen seines Sohnes den Film und fasste die wissenschaftliche Arbeit zusammen. Damit Serengeti darf nicht sterben überhaupt eine Chance bekam, in den Kinos mit wirtschaftlichem Erfolg gezeigt zu werden, benötigte der Dokumentarfilm für den entsprechenden Nachlass der Vergnügungsteuer das Prädikat wertvoll oder besonders wertvoll. Diese letzten Reste des afrikanischen Tierlebens sind ein kultureller Gemeinbesitz der ganzen Menschheit, genau wie unsere Kathedralen, wie die antiken Bauten, wie die Akropolis, der Petersdom und der Louvre in Paris. Vor einigen Jahrhunderten hat man noch die römischen Tempel abgebrochen, um aus den Quadern Bürgerhäuser zu bauen. Menschliche Kunstwerke können immer wieder neu geschaffen werden, während eine Tierart nie wieder neu erstehen kann, wenn sie einmal ausgerottet worden ist.

Die Hersteller des Filmes sehen es als sittliche und kulturelle Verpflichtung an, sich ebenso für den Schutz der letzten und großartigen Reste afrikanischer Natur einzusetzen wie für die Erhaltung europäischer Kulturbauten. Dieser Satz stellt überhaupt den Sinn und die Arbeit dieses Filmes dar. Während der Dreharbeiten schrieb Michael Grzimek das Manuskript für das Buch Serengeti darf nicht sterben. Nach seinem Tod setzte sein Vater Bernhard Grzimek die Arbeit fort und vollendete das Buch. Der zweite abendfüllende Afrikafilm dient dem Vorhaben, der von der Industrialisierung Afrikas bedrohten Tierwelt eine Heimstätte in einem großen Serengeti-Naturpark zu schaffen.

Der etwas betulich geratene Kultur-Film ist nicht nur der bedrohten Tierwelt gewidmet, sondern auch dem bei den Dreharbeiten tödlich verunglückten Michael Grzimek. Von großem Informationswert und teilweise recht spannend. Mit ebenso viel Herzenswärme wie Sachverstand wird das erzählt und die tief empfundene Passion der Grzimeks für das Schicksal nicht nur der Tiere, sondern des Landes und auch der in ihm lebenden Menschen teilt sich in jedem Bild mit. Knüller heute schon deshalb, weil er so hübsch angestaubt daherkommt.

Serengeti darf nicht sterben und Kein Platz für wilde Tiere. Bernhard Grzimek, Michael Grzimek: Serengeti darf nicht sterben. Franziska Torma: Eine Naturschutzkampagne in der Ära Adenauer. Bernhard Grzimeks Afrikafilme in den Medien der 50er Jahre. Vinzenz Hediger: Das Tier auf unserer Seite.

Zur Politik des Filmtiers am Beispiel von Serengeti darf nicht sterben. Eine Naturschutzkampagne in der Ära Adenauer. The myth of wild Africa: Conservation without illusion, von Jonathan S. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Diese Seite wurde zuletzt am 15. Dezember 2018 um 20:39 Uhr bearbeitet. Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden.

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