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Das Andere der Gerechtigkeit PDF

Die Karte mit der Nummer acht wirkt manchmal auf den Fragenden etwas erschreckend – die Darstellung erinnert sofort an Gesetz im Sinne von Justitia. Wie auch die Hohepriesterin sitzt die Gerechtigkeit vor zwei Säulen auf einem Thron – eine gekrönte Frau in dunkelroter Robe. Sie erwidert den Das Andere der Gerechtigkeit PDF des Betrachters mit ruhiger und sachlicher Strenge. Sie hält in der erhobenen Rechten ein Schwert und in der linken Hand die gerühmte Waage.


Författare: Herlinde Pauer-Studer.
Frontmatter — Inhalt — Vorbemerkung — Einleitung — FEMINISTISCHE ANSÄTZE IN DER MORALPHILOSOPHIE — 1. Feministische Ethik – Modell eines Perspektivenwechsels — 2. Das Entdecken einer "anderen Stimme" (Carol Gilligan) — 3. Moral und feminine Werte: Nel Noddings‘ Ethik des Sorgens — 4. Moralische Erfahrungen und asymmetrische Fürsorglichkeitsbeziehungen: Die feministische Kritik an den Vertragstheorien der Moral — 5. Bedürfnisinterpretationen und das gute Leben: Seyla Benhabibs feministische Diskursethik — 6. Die theoretischen Grundlagen feministischer Ethik — LIBERALISMUS, KOMMUNITARISMUS, FEMINISMUS — 7. Tugenden und Traditionen: Alasdair Maclntyres Alternative zur Aufklärungsmoral — 8. Die Grenzen der Gerechtigkeit: Michael Sandels Kritik am Liberalismus — 9. Das Rechte oder das Gute? Feministische Kritik an Liberalismus und Kommunitarismus — IMMANUEL KANT UND DAVID HUME – MORALTHEORETIKER DER FRAUEN? — 10. Pflichten, Imperative und die Achtung für das moralische Gesetz: Die Moraltheorie Immanuel Kants — 11. Eigeninteresse, soziale Tugenden und moralische Empfindungen: Die Moraltheorie David Humes — EINE MODERATE THEORIE DES GUTEN — 12. Ernst Tugendhats Absage an die "Vernunft-fettgedruckt" — 13. Die Moral universeller Achtung als eine Ethik des Guten — Literaturverzeichnis — Personenregister — Sachregister — Backmatter

Sie symbolisiert die karmische Gerechtigkeit, der niemand entkommt, der sich ihrer bewusst ist. Und tatsächlich sind wir uns dessen bewusst – wie sehr wir auch versuchen, die Dinge anders zu sehen als sie sind. Die Tausenden von Schönredereien, deren wir uns bedienen, um uns nicht dem eigenen inneren und tatsächlich unbestechlichen Richterspruch beugen zu müssen, sind nichts weiter als Verzögerungen. So als ob wir vor einer Jury stünden, wollen wir die Peinlichkeit der „Schuld“ vermeiden, vor allem vor uns selbst.

In jedem Menschen ist das Wissen um die eigene Wahrheit vorhanden, aber nicht jeder will sie auch erkennen. Hat man sich Entschuldigungen zurechtgebastelt und über Jahre benutzt, um auszuweichen, hat man sich von dieser essentiellen Wahrheit entfernt. Die Karte hat viel mit Lebenslügen zu tun, denen man sich letztendlich stellen muss – es ist unvermeidbar. So fordert die Gerechtigkeit auf, die Wahrheit über sich selber oder die eigenen Taten oder Reaktionen zu konfrontieren.

Ein Beispiel wäre es, dass das Arkanum auffordert, den eigenen Anteil am Entstehen einer misslichen Situation oder auch eines Streites zu vergegenwärtigen: „Was habe ich dazu beigetragen, dass es so weit gekommen ist? Wollte ich vielleicht sogar, dass es so weit kommt? Habe ich unbewusst diese Situation geschaffen? Wird der Tarot zur Klärung einer Situation befragt, weist die Gerechtigkeit darauf hin, dass präzise und genau geprüft werden muss, und warnt vor übereilten und emotionalen Urteilen. Zuweilen fehlt eine wichtige Information oder etwas wurde übersehen – also wirklich genau hinsehen. Das Gleichgewicht der Dinge – symbolisiert durch die Waagschalen – ist ein großes Thema dieses Arkanums.

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Wie andere Gottheiten wird sie häufig mit einem Diadem gezeigt, wie man auf einer Münze des Nero sieht, auf der Agrippina die Jüngere als Iustitia abgebildet ist. Im Mittelalter und in der Neuzeit ist das Bild der Justitia ein vollkommen anderes als im römischen Altertum: nun wird Justitia meist als Jungfrau dargestellt, die in der linken Hand eine Waage, in der Rechten das Richtschwert hält. Die Waage der neuzeitlichen Justitia ist die Waage des Richters, mit deren Hilfe Für und Wider gegeneinander abgewogen wird, und deren Rolle letztlich der Rolle der Waage im ägyptischen Totengericht entspricht. Barbara Degen: Justitia ist eine Frau. Stefan Hess: Herrscherideale und ideale Frauen. Reflexionen über ein Symbol und seine Darstellung in der bildenden Kunst, München 1984. Ihre Ikonographie in Antike und Früher Neuzeit.

Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Recht und Gerechtigkeit im Spiegel der europäischen Kunst, Köln 1988. Vertu, courtisane et bourreau, Genf 1993. Wolfgang Schild: Bilder von Recht und Gerechtigkeit, Köln 1995. Holk: Justitia, Bild und Sinnbild im 17.

Jahrhundert in den Niederlanden,in: Forschungen zur Rechtsarchäologie und Rechtlichen Volkskunde, Bd. Diese Seite wurde zuletzt am 8. November 2018 um 14:19 Uhr bearbeitet. Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Das Rechtsstaatsprinzip ist eines von mehreren Verfassungsprinzipien des Grundgesetzes. In der Verfassungsurkunde lässt sich das Rechtsstaatsprinzip lediglich in Form von Einzelausprägungen nachweisen. Damit knüpft das Grundgesetz an die Tradition der Reichsverfassung von 1871 und der Weimarer Verfassung an, denn auch diese beiden Konstitutionen verwendeten verfassungstextlich keinen Rechtsstaatsbegriff, etablierten ihn stattdessen über die Normierung rechtsstaatlicher Einzelgehalte. Ein würdigender Überblick ließe es dann zu, die Rechtsstaatsidee herauszulesen. Heute findet sich der Begriff ausdrücklich nur in der Homogenitätsklausel des Art.