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Die Entwicklung und die Konsequenzen westlicher Einflüsse auf die zeitgenössische Kunst in Thailand PDF

Bezeichnung für die im Zuge fortschreitender Globalisierung entstandenen Mischformen aus westlichen und nicht-westlichen Musikpraktiken. In den 1980er-Jahren wurde die Entwicklung und die Konsequenzen westlicher Einflüsse auf die zeitgenössische Kunst in Thailand PDF Genre zu einer Mode, und der Begriff wurde zum Sammelbegriff für mehrere herkömmliche Musikrichtungen benutzt.


Författare: Helen Michaelsen.

Die Autorin stellt mit Hilfe einer historisch-chronologischen Vorgehensweise die Anfänge wie auch die Veränderungen während des Prozesses westlicher Einflüsse dar. Zunächst werden die westlichen Einflüsse nach der Öffnung Thailands in politischen, ökonomischen und sozio-kulturellen Bereichen erarbeitet. Anschließend wird das Verhältnis zwischen Buddhismus und Kunst im Hinblick auf die gesellschaftliche Relevanz des Buddhismus und seine Auswirkungen auf Themen und Darstellungsweisen sowie die Kunstrezeption untersucht. Im weiteren Verlauf werden die Auswirkungen der verstärkt einsetzenden Übernahme westlicher Kunsteinflüsse aufgezeigt. Diese Entwicklung beinhaltet u.a. die Institutionalisierung der modernen thailändischen Kunst, ihre Integration in den Staat sowie ihre schrittweise Autonomie bis in die Gegenwart.

Die europäische Musik des Mittelalters lässt sich als Ganzes betrachtet nur als Symbiose von zentraleuropäischen und vorderorientalischen Elementen verstehen. Auch außerhalb des europäischen Kulturkreises kam es in früheren Jahrhunderten immer wieder zur Vermischung unterschiedlicher Musikformen. Peter Frankopan bezeichnet den mittelasiatischen Kulturraum als die Wiege früher Hochkulturen. Religionen, Sprachen und Musikformen aus nach Westen und bis weit in den Osten.

Als eine der populärsten Mischformen unterschiedlicher Stile greift gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den USA der Jazz auf eine in Europa entstandene Harmonik und westliches Formempfinden zurück, wobei vor allem europäische Instrumente wie unter anderem Trompete, Kontrabass oder auch Banjo gespielt werden. Jahrhunderts waren in den westlichen Konzertsälen Kompositionen mit orientalistischen Elementen in Mode gekommen. Kühne Ideen zur Überwindung der traditionellen Musikauffassung und zur Erweiterung von Klangquellen und Tonsystemen hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Deutsch-Italiener Ferruccio Busoni entwickelt.

Vor allem kamen nun auch genauere Studien traditioneller Musik außereuropäischer Kulturen ins Blickfeld. Kosmopolitisch aufgewachsen und Weltbürger im Geist, pflegte Busoni u. Gegenläufig hierzu verlief die Entwicklung in Deutschland. Kriegsende Kritiker mit ihren vom Nationaldenken geprägten Abgrenzungsideen gegenüber allem Fremden durch. Mit den neu entstandenen Möglichkeiten der Kommunikation und des Reisens war eine neue Ära weltmusikalischen Denkens und Agierens angebrochen. Vor allem waren es die Medien der Tonaufzeichnung und -speicherung, die für kulturelle Vernetzung sorgten und weltweit die Musiken fremder Völker verfüg- und abrufbar machten. In Deutschland waren in der Nachkriegszeit alle möglichen Spielarten des Jazz sowie einige der lateinamerikanischen Musikstile populär geworden.

Grundsätzlich stellt sich bei der Übernahme von Elementen aus der traditionellen Musik fremder Ethnien in den Zusammenhang komponierter sog. Kunstmusik das Problem, dass solche Musik überwiegend in nicht-schriftlicher und improvisierter Form tradiert ist. Der Charakter eines künstlerisch gestalteten Werks und die der Stammesmusik zu Grunde liegende Musikauffassung passen schlecht zusammen. Vereinzelt begannen jetzt auch Vertreter der sog. Denktraditionen verengte Selbstverständnis aufzubrechen, wobei auch gesellschaftskritisches Gedankengut ins Spiel kam, das in Verbindung mit der 68er-Bewegung zu sehen ist.