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Die gnostischen Mysterien der Pistis Sophia PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Maria Magdalena die gnostischen Mysterien der Pistis Sophia PDF Maria von Magdala wird im Neuen Testament berichtet. Die Evangelisten erwähnen sie als Begleiterin Jesu und Zeugin der Auferstehung. In dem in Nag Hammadi gefundenen Philippusevangelium wird Maria Magdalena in zwei Versen namentlich genannt, in Vers 32 und Vers 55.


Författare: Jan van Rijckenborgh.
Der Autor stellt in diesem Buch den gnostischen Befreiungsweg am Beispiel des Evangeliums der Pistis Sophia (entstanden ca. 150 n. Chr.) dar.
Die Pistis Sophia ist die Seele, die glaubend (Pistis) bis an die Grenze ihrer irdischen Möglichkeiten gekommen ist, sich danach sehnt, das Mysterium jenseits dieser Grenzen zu erfahren, und gestärkt durch die Kraft der göttlichen Weisheit (Sophia) alle Hindernisse, welche die irdische Welt der Grenzüberschreitung entgegenstellt, überwindet.
Jesus ist dabei die Verkörperung der Sophia, die göttlichen Weisheit, die der Seele auf diesem Weg der Befreiung voranschreitet und ihr die Möglichkeit zur Nachfolge gibt.

Der Vers 55 ist im Original an mehreren Stellen fragmentiert und aus differenzierenden Lesungen von Buchstaben ergeben sich verschiedene Ergänzungsvorschläge und Interpretationen. Die Sophia, die genannt wird: die Unfruchtbare, sie ist die Mutter der Engel. Und die Gefährtin ist Maria Magdalena. Der sie mehr als Jünger und er küsste sie auf ihren . Original nicht überliefert ist, sondern nur eine rekonstruierte Ergänzung.

Zum Vergleich die Lesung des amerikanischen Koptologen Wesley W. Die Weisheit, e die Unfruchtbare genann wird, sie ist die Muttel und Gefährtin des Hei. In dieser Lesart ist die Gefährtin des Heilands folglich nicht Maria Magdalena, sondern Sophia. Da im Original an dieser Stelle ein Loch im Papyrus besteht, lässt sich philologisch nach derzeitigem Wissen keine dieser Varianten belegen oder widerlegen. Alle Interpretationen der verlorenen Fragmente von Vers 55 sind daher spekulativ.

Seht, ich werde sie männlich machen, so dass sie ein lebendiger Geist wird, wie auch ihr Männer! Denn jede Frau, wenn sie sich männlich macht, geht ins Himmelreich ein. In der Gnosis wird überliefert, dass Maria Magdalena die Gefährtin Jesu gewesen sei. Das gnostische Evangelium der Maria, das auf die zweite Hälfte des zweiten Jahrhunderts datiert wird, ist möglicherweise nach ihr benannt. In der koptisch-gnostischen Pistis Sophia hat Maria Magdalena einen überragenden Part als Auslegerin von Texten und als Fragestellerin inne: Von 48 Auslegungen entfallen auf sie 22, von 57 Fragen 43. Doch Maria Magdalena und Johannes, der Jungfräuliche, werden alle meine Jünger und alle Menschen, die die Mysterien vom Unaussprechlichen empfangen, überragen. Und sie werden zu meiner Rechten und zu meiner Linken sein.

Und ich bin sie und sie sind ich. Einflussreich für die Westkirche war die Erzählung in der Legenda aurea, dem bekanntesten und am weitesten verbreiteten religiösen Volksbuch des Spätmittelalters. Weil Maria Magdalena als die Erste genannt ist, die dem Auferstandenen begegnete, wurde sie schon in der Alten Kirche als Apostelgleiche verehrt. Diese Identifikation wurde Teil der katholischen Tradition um Maria Magdalena. Die Tradition kennt auch die Gleichsetzung der fußwaschenden Frau mit Maria von Bethanien, der Schwester von Martha von Bethanien und Lazarus. Frau als Sünderin bezeichnet wird und Jesus über Sündenvergebung spricht. Exegeten diskutieren darüber, ob es sich bei Lukas um ein anderes Ereignis handelt.