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Die Schönheit der großen Stadt PDF

Tempel im Nordwesten der japanischen Stadt Kyōto. Die Schönheit der großen Stadt PDF der Bekanntheit des Pavillons wird heutzutage für die gesamte Anlage der Name Kinkaku-ji verwendet. Während der Muromachi-Zeit, Ende des 14.


Författare: August Endell.
Nachdruck des Originals von 1908.

Jahrhunderts, erlebte das mittelalterliche Japan unter dem Shōgun Ashikaga Yoshimitsu eine der politisch und wirtschaftlich stabilsten Phasen. Kemmu-Restauration den Niedergang des Kamakura-Shōgunats ein und schuf damit eine grundlegende Neuordnung wirtschaftlicher und politischer Verhältnisse. Enkel Takaujis und somit dritten Shōgun der Ashikaga-Dynastie, begann eine der kulturell bemerkenswertesten Perioden des japanischen Mittelalters. Ashikaga Yoshimitsu gelang es, trotz der immer wankenden Machtverhältnisse, eine Zeit relativer Stabilität und inneren Friedens zu gewährleisten. Im Kindesalter zum Shōgun ernannt und in jungen Jahren bereits zahlreichen militärischen Problemen ausgesetzt, verpflichtete sich Yoshimitsu zunehmend kulturellen Bereichen und entwickelte sich zu einem großen Kunstmäzen. Stets nach Ansehen strebend, setzte Yoshimitsu Religion und verschwenderischen Luxus ein, um seinen sozialen Status zu erhöhen. Der Erfolg der Kitayama-Kultur beruht vor allem auf ihrer klassenübergreifenden Ausrichtung.

So profitierte nicht nur die höfische Elite von ihren Künsten, sondern auch das Kleinbürgertum konnte Ansehen und Ruhm erlangen. Vor allem die militärische Aristokratie widmete sich zunehmend den feinen Künsten. Besonders der Zen-Buddhismus erlangte große Popularität, da sich seine Grundsätze in den Idealen der Militärelite widerspiegelten. 1394 legte Yoshimitsu mit 37 Jahren das Amt des Shōguns zugunsten seines Sohnes nieder und wirkte fortan als Großkanzler. Frei von offiziellen politischen Verpflichtungen konzentrierte er sich in den darauf folgenden Jahren primär auf die Erbauung seines Alterssitzes. Besondere Aufmerksamkeit schenkte Yoshimitsu jedoch der Konstruktion des dazugehörigen Pavillons. 1397 ließ er den sogenannten Kinkaku-ji als sein Denkmal erbauen.