Ratgeber

Die stumme Myokardischämie PDF

Die rechten Pulmonalvenen sind durch den rechten Ventrikel verdeckt. Der Ursprung der Coronararterien ist in dieser Zeichnung fälschlicherweise an der Wurzel der Pulmonalarterien und nicht im Bereich der Aortenwurzel eingezeichnet! Hierbei bedingen Ablagerungen in und nicht etwa an den Gefäßwänden die stumme Myokardischämie PDF Versteifung dieser sowie eine zunehmende Verminderung des Gefäßquerschnitts bis zur vollständigen Verstopfung.


Författare: Thomas v. Arnim.

Neben der Angina pectoris, dem Myokardinfarkt und dem plotzlichen Herztod, mit den en sich die koronare Herzkrankheit beim Patienten symptomatisch bemerkbar macht, ist in der letzten Zeit die stumme Myokardischamie vermehrt in das BewuBtsein interessierter Arzte geruckt. Zahlreiche Untersuchungen haben zum einen die Haufigkeit dieses Phanomens und zum anderen seine pro­ gnostische Bedeutung belegt, und es wendet sich das Interesse auch therapeuti­ schen Fragestellungen zu. Letztere mussen jedoch bezuglich einer Besserung der Prognose durch medikamentose Therapie noch als weitgehend offen angesehen werden. Neben anderen Forschergruppen, haben auch wir uns mit Problemen der stummen Myokardischamie beschiiftigt, "sind untergetaucht, um den Eisberg unter Wasser zu betrachten". Aus den Ergebnissen eines internationalen Sympo­ siums im Marz 1987 konnten wir ein Buch uber "Silent ischemia" in englischer Sprache herausgeben. Um deutschsprachigen Lesern einen kompakten und einheitlich gegliederten Uberblick uber Probleme und Erkenntnisse zur stummen Myokardischamie zu geben, wurde die vorliegende Monographie verfaBt. Sie dient dem Ziel, Interes­ sierte in wissenschaftlich fundierter, aber verstandlicher Weise in den derzeitigen Stand der Forschung einzufUhren. Mein Dank gilt an dieser Stelle meinem verehrten Lehrer und fruheren Chef, Herrn Prof. Dr. G. Riecker, der mir in dem wissenschaftlich liberalen und anspruchsvollen Klima seiner Klinik die Arbeiten ermoglicht hat, die in diese Monographie eingegangen sind. Zu danken habe ich meinen Mitarbeitern H. W. Gerbig, E. Reuschel-Janetschek und U. Szeimies-Seebach, deren Arbeitser­ gebnisse hier zum Teil mitverwendet werden. Ein besonderer Dank gilt meinen Assistentinnen A. Erath und S.

Die KHK ist eine chronische Erkrankung, die im Verlauf von Jahren bis Jahrzehnten fortschreitet. Beseitigung der Ursache im Sinne einer Entfernung der Ablagerungen in den betroffenen Gefäßwänden, ist zurzeit nicht möglich, jedoch kann die zunehmende Verschlechterung verzögert oder angehalten werden. Die KHK ist mit ihren akuten Manifestationen die häufigste Todesursache in den Industrienationen. Der Begriff der koronaren Herzkrankheit wird in der Literatur nicht von allen Autoren einheitlich definiert. Die koronare Herzkrankheit wird in vielen Lehrbüchern und in der nationalen Versorgungsleitlinie der Bundesärztekammer als die Manifestation der Arteriosklerose an den Herzkranzarterien definiert. Darüber hinaus gibt es auch eine etwas weiter gefasste Definition.

Herz-Kreislauferkrankungen, zu denen unter anderem die KHK gehört, sind mit Abstand die häufigste Todesursache in den Industrienationen. Unabhängig davon, welche Definition zugrunde gelegt wird, ist die Arteriosklerose die Hauptursache der koronaren Herzkrankheit. Andere Ursachen treten sehr häufig in Kombination mit der Arteriosklerose auf. Die morphologischen Veränderungen bei Arteriosklerose am Beispiel einer eröffneten Aorta. Atherosklerose ist die häufigste Systemerkrankung von Arterien. Im Volksmund wird sie auch als Arterienverkalkung bezeichnet.

Dadurch wird die Durchblutung des Herzmuskels eingeschränkt. Die Risikofaktoren für die Entstehung einer koronaren Arteriosklerose bei KHK und der entsprechenden Gefäßveränderungen bei anderen Erkrankungen, beispielsweise der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, unterscheiden sich nur unwesentlich. Zu den Risikofaktoren gehören nicht beeinflussbare oder konstitutionelle Risiken, wie eine genetische Prädisposition, das Alter und das Geschlecht des Patienten. Die Hypercholesterinämie gehört, zusammen mit Tabakrauchen, arteriellem Hypertonus und dem Diabetes mellitus, in Bezug auf Morbidität und Mortalität, zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren der KHK. Des Weiteren stellt auch eine Strahlentherapie im Rahmen einer Krebstherapie, z.