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Fokus Asien – Perspektiven und Herausforderungen PDF

Wie bin ich fokus Asien – Perspektiven und Herausforderungen PDF, wer ich bin? Algerien und Frankreich: Vom Kolonial- zum Erinnerungskrieg? Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Washington D.


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Ob das 21. Jahrhundert tatsächlich die Epoche des Fernen Ostens sein wird oder auch nicht: Tatsache ist, dass schon jetzt viele Innovationen und Strategien aus dem asiatischen Raum in die globalisierte Welt vorstossen. Das Schweizerische
Institut für Auslandforschung widmet sich in seinem 43. Band dem Schwerpunktthema Asien. Zehn bekannte Persönlichkeiten nehmen Stellung zum Wiederaufstieg
Chinas, zu seinem Einfluss auf die Weltwirtschaft, zu seinen geopolitischen und kulturellen, ja ideologischen Konsequenzen und ermöglichen das Verständnis für die Veränderungen der chinesischen Wirtschaft und Gesellschaft. Weitere Themen des Bandes sind die demografischen Veränderungen, die steigende Schuldenlast und die Rolle von Geld- und Fiskalpolitik. Auch der Glaubenskrieg kommt zur Sprache sowie, aus gegebenem Anlass, die Rolle Europas nach dem Brexit.
Mit Beiträgen von Carl Baudenbacher, Philipp Hildebrand, Gilles Kepel, Mervyn King, John Major, Kevin Rudd, Urs Schoettli, Gerhard Schröder, Axel A. Weber, Slavoj Žižek.

Immer, wenn ein französischer Präsident Algerien besucht, liegt eine gewisse Spannung in der Luft. Medien auf beiden Seiten des Mittelmeers schauen genau hin, wenn die Präsidenten beider Länder symbolische Gesten austauschen, und wägen die Worte ab, mit denen der prominente Gast die bilateralen Beziehungen charakterisiert. Algerien und Frankreich verbindet eine konfliktträchtige Beziehungsgeschichte. Konflikte der zweiten Hälfte des 20. Krieg der Extreme: Mit rund 400. Auch in der nachkolonialen Erinnerung ragt der algerische Fall heraus. Das blutige Ende der Algérie française steht seit den 1990er Jahren im Mittelpunkt massiver Debatten um das koloniale Erbe Frankreichs und Europas.

Warum nahm gerade Französisch-Algerien ein solch blutiges Ende? Erstens war Algerien Frankreichs erste und wichtigste Kolonie im 19. Ab 1830 erobert, wurde das Land zu einer Art „kolonialer Provinz“. Algerien bildete das Prestigeobjekt einer ambitionierten Assimilationspolitik und war maßgeblich mit den politischen Strukturen der Metropole verwoben. Zweitens war Algerien neben Südafrika die größte europäische Siedlungskolonie Afrikas. 1954 befanden sich fast eine Million Europäer im Land und dominierten die exportierten staatlichen Strukturen, auch dank einer verschärften Diskriminierungspolitik gegenüber der algerischen Bevölkerungsmehrheit.