Jugendbücher

Goldschmiede Niedersachsens PDF

Die überwiegende Zahl deutscher Silberarbeiten des Kunsthandwerks vor 1888 ist nur mit Stadt- und Meistermarken bezeichnet. Die Stempelung ermöglicht heute, einen großen Teil der historischen Silberobjekte lokal und goldschmiede Niedersachsens PDF einzuordnen.


Författare: Wolfgang Scheffler.
Frontmatter — Die einzelnen Orte — Aerzen – Aurich — Badbergen – Braunschweig — Braunschweig. Teil 2 — Braunschweig. Teil 3 — Bremen — Bremerhaven – Buxtehude — Calvörde – Cuxhaven — Dannenberg – Duderstadt — Ebstorf – Esens — Estebrügge – Fürstenau — Gandersheim – Grohnde — Hamburg. Teil 1 — Hamburg. Teil 2 — Hamburg. Teil 3 — Hamburg. Teil 4 — Hamburg. Teil 5 — Hamburg. Teil 6 — Hameln — Hannover — Hannoversch Münden – Hoya — Jemgum – Jork — Königslutter — Laer – Lüchow — Lüneburg — Melle – Münder — Neuenfelde – Northeim — Oberndorf/Oste – Ovelgönne — Peine – Pyrmont — Quakenbrück — Rehburg – Rotenburg — Salzgitter – Steinkirchen — Thedinghausen – Tostedt — Ülzen — Varel – Vegesack — Walsrode – Wunstorf — Zellerfeld — Namenregister — Register der Goldschmiedezeichen — Zu den Abbildungen — Tafeln

Für eine Reihe von Ländern, Kunstlandschaften und Städten sind dazu Markenverzeichnisse veröffentlicht worden. In den meisten Epochen der Geschichte war der Materialwert eines silbernen Gegenstandes gleich welcher Art weit höher als der Kostenanteil für die an dem Stück aufgewandte Arbeit. Daher besteht von alters her ein Bedürfnis, Edelmetall, das Gegenstand des Handels ist, zur Kennzeichnung seiner Unverfälschtheit zu stempeln. Reines Silber wurde und wird nur selten handwerklich verarbeitet. Es ist zu weich und wird daher mit Kupfer legiert.

Kupfer weißen Silberglanz zeigt, ist ihr Feingehalt, also der Anteil an reinem Silber, nicht ohne weiteres erkennbar. Direkte Angaben des Feingehaltes finden sich bei älteren deutschen Silberarbeiten weniger, erst vereinzelt seit dem 17. Zur Überprüfung des Feingehalts bediente man sich der Strichprobe, die schon in der Antike bekannt war: Silber hinterlässt auf einem mattgeschliffenen Stein einen Strich von je nach Legierungsgrad charakteristischer Farbe. Legierungsstufen vergleicht man dabei mit denen des zu prüfenden Objekts. Tremolierstich unter einem silbernen Becher von J. Der dabei abgehobene zickzackförmige Span wird mit solchen von anderen Werken des zu kontrollierenden Meisters gesammelt, um eine besser messbare Materialmenge zu bekommen. Ausführende dieser Feingehaltsprüfungen sollten eigens von der Zunft oder der Obrigkeit bestellte Beschaumeister oder Wardeine sein.

Meistermarke aus den Initialen des Werkstattinhabers. Daneben gibt es sie im 16. Die für die Datierung von Silberarbeiten den heutigen Sammlern und Kunstwissenschaftlern so hilfreichen Jahresbuchstaben dienten ursprünglich nur der besseren Kontrolle des Vorgangs der Feingehaltsprüfung. In der deutschen Silberstempelung sind Repunzierungen, also nachträglich eingeschlagene Marken zu Prüf-, Garantie-, Nachweis- oder Steuerzwecken selten, da es hier keine behördliche Feingehaltsprüfung gibt. Schema der deutschen Silberstempelung nach 1888. Im Zuge der Übertragung von Kompetenzen auf das 1871 neuentstandene Deutsche Reich wurden auch die Stempelungsvorschriften national vereinheitlicht.

Danach konnte fortan nach Maßgabe des Reichsgesetzes gestempelt werden. Einen gesetzlichen Zwang zur Stempelung gab und gibt es aber nicht. Für ausführlichere Darstellungen siehe die entsprechenden Artikel in den jeweiligen fremdsprachlichen Wikipedia-Enzyklopädien. In der Randspalte links finden Sie die passenden Links. Die traditionelle, der deutschen entsprechende Stempelung wurde mit der großen Verfassungsreform von 1848 verändert, die Ausführung blieb jedoch den Kantonen überlassen. 1887 wurde sie national vereinheitlicht, 1893 erneut geändert.

Die Niederlande kennen neben dem Meister- und Stadtstempel seit dem 17. Die entsprechenden Stempel, 1953 nur geringfügig verändert, gelten bis heute. Die englische Silbermarkierung besteht seit dem 16. Auch in Frankreich zeigte das Markenbild des Meisterzeichens meist Initialen der Herstellerwerkstatt, mancherorts durch ein Stadtsymbol ergänzt.

Ab 1672 wurden ein, ab 1681 zwei Kontrollstempel angebracht, die entsprechende Gebühreneintreibung war bis 1791 verpachtet. Seit 1797 galten neue Regeln: Der Staat übernahm die Feingehaltsprüfung und quittierte diese mit dem poinçon de titre, der seit 1838 die Minerva zeigt. Mädchenprofil nach links, 1908 bis 1917 nach rechts. 1927 wird es durch den Kopf einer Arbeiterin mit Kopftuch ersetzt, 1958 durch einen Stern mit Hammer und Sichel. Harmonisierung der Punzierungssysteme aller Kontraktstaaten vor. Die Stärke der Versilberung auf Bestecken und Tafelsilber wird meist mit einem gestempelten Zahlenwert angegeben.

Schwerpunkte: Großbritannien, deutsche Stadtstempel vor 1886, deutsche Fabrikmarken nach 1866, Hanauer Pseudostempel und andere nützliche Listen. Vorbemerkung: Viele populäre Bücher über Silber enthalten zahlreiche Beispiele für Silbermarken. Für Bestimmungszwecke sind die dort immer nur in Auswahl abgebildeten Beschauzeichen nur ganz eingeschränkt dienlich. Erst recht sind zur Identifizierung bestimmter Herstellerzeichen nur sehr materialreiche Markenbestimmungsbücher oder spezielle, sich auf Epochen, Orte oder Regionen konzentrierende Zusammenstellungen geeignet. Eine Kunst- und Kulturgeschichte des Silbers. Istvan Dombi, Bernd Höfler, Ingrid Loschek: Bruckmann’s Silber-Lexikon. Theodor Alfred Baur: Die Feingehalts- und Punzierungsvorschriften für Edelmetalle.

Nach amtlichen Quellen der wichtigsten Staaten der Erde bearbeitet. Helmut Seling, Helga Domdey-Knödler: Europäische Stadtmarken, die Sie nicht verwechseln sollten. Das grundlegende Handbuch ist auch als Reprint erschienen. Arnold, Stuttgart 1991, ISBN 3-925369-10-4, S.