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Gräber im Kirchenraum PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Räumlichkeit bezeichnet, die zur Bestattung von Särgen, Sarkophagen und Urnen von Gräber im Kirchenraum PDF dient. Verb gruften die Tätigkeit des Aushebens auf Friedhöfen. Bestattung in freistehenden Steinsarkophagen: Ludwig XIX.


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Trotz zahlreicher Verbote in den Konzilien wurden Kirchen immer wieder zu Friedhöfen. Aber warum gibt es Gräber in Kirchen?
Gräber im Kirchenraum zeigt, dass Bestattungen in der Kirche für das Totengedächtnis sorgen, den Verstorbenen aber auch beim Jüngsten Gericht die Fürsprache der Heiligen sichern sollten. Deshalb liegen die Gräber stets möglichst nah am Heiligengrab oder den im Altar aufbewahrten Reliquien.
Behandelt werden u. a. der Wandel der Jenseitsvorstellungen und der Memoria im Frühmittelalter, die Bestattung im Kirchenraum in Mirakel- und Visionstexten sowie romanische, germanische und romanisierte Personennamen in frühen Grabinschriften.
Die Beiträge nehmen sowohl das frühmittelalterliche Frankenreich, als auch den skandinavischen Raum im nachreformatorischen Zeitalter oder das nachtridentinische Italien in den Blick.

Kapuzinergruft in Wien, Bestattung in freistehenden Metallsärgen: Kaiserin Elisabeth, Kaiser Franz Joseph I. In weiten Teilen Europas, so im Gebiet des Heiligen Römischen Reiches, erfolgte die Gruftbestattung zunächst meist im Inneren von Kirchen. Jahrhunderts vollzog sich in Deutschland und Österreich in Folge der Aufklärung und neuer Vorstellungen zur Hygiene ein allmählicher Wandel. Die Erdbestattung begann die Gruftbestattung zu verdrängen, weil die Erde den besten Schutz vor dem verwesenden Körper darstellte. Der wirtschaftliche und politische Aufstieg des Bürgertums zu Beginn des 19.

Jahrhunderts und der damit verbundene Wunsch nach Repräsentation führte dazu, dass Grüfte und Mausoleen weiterhin als monumentale Form der Grabstätte errichtet wurden. Neben den als Grabstätten genutzten Grüften existierten auf vielen Friedhöfen städtische Grüfte zur übergangsweisen Aufnahme von Leichen, die erst zu späteren Zeitpunkten beerdigt werden sollten. Diese Anlagen konnten gegen eine Gebühr in Anspruch genommen werden, wobei die Toten dort mehrere Monate gelagert werden konnten. Gruftbestattungen erfolgen heute in Deutschland und Österreich nur noch vergleichsweise selten. Jedoch kommt diese Bestattungsart in romanischen Ländern, dem Tessin und in der französischen Schweiz noch häufig vor. Gruftbestattungen die Verwendung von Metallsärgen, von Holzsärgen mit Zinkeinsätzen oder von abgedichteten Steinsarkophagen vorgeschrieben.