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Komplexchemie PDF

Der Begriff Koordinationschemie wird im Allgemeinen synonym dazu verwendet. Die Komplexchemie befasst sich mit Komplexen bzw. Komplexchemie PDF systematische Erforschung der Struktur von Komplexverbindungen begann im späten 19.


Författare: Margot Becke-Goehring.

Das vorliegende Buch geht auf eine Vorlesung zurück, die ich mehrere Male an der Universität Heidelberg gehalten habe. Durch diese Vorlesung sollten Chemiestudenten in ein faszinierendes Teil­ gebiet der anorganischen Chemie eingeführt werden und dazu ange­ regt werden, auf diesem Gebiet weiterzustudieren, weitere Kennt­ nisse zu erwerben und später vielleicht wissenschaftlich zu arbeiten. Auch das vorliegende Buch will dies erreichen; deshalb werden in ihm die Probleme der Komplexchemie aufgezeigt, auch wenn sie nicht erschöpfend behandelt werden können. Die Theorien werden angedeutet: die Verwendung der Verbindungen wird jeweils nur gestreift. Das Buch soll einführen und hinführen auf andere Dar­ stellungen der Komplexchemie. Es soll dem jungen Wissenschaftler einen Weg zeigen, auf dem er selbst weiter fortschreiten sollte. Es ist mir eine besondere Freude, meinen akademischen Lehrern zu danken, von denen ich selbst ausgezeichnete Vorlesungen über Komplexchemie gehört habe, Herrn Professor Dr. Rudolf Scholder und Herrn Professor Dr. Hellmuth Stamm. Dank schulde ich auch meinen Schülern, die mich bei meiner Vorlesungstätigkeit durch Anregungen und durch Kritik unterstützt haben, besonders Herrn Professor Dr. E. Fluck, Herrn Professor Dr. Johannes Weiß und Herrn Dr. Adolf Slawisch sowie auch Herrn Dr. W. Gehrmann und Herrn Dr. Dieter Jung. Großen Dank schließlich schulde ich meinem lieben Mann, Dr. Friedrich Becke, durch dessen dauernde kritische Teilnahme meine wissenschaftliche Arbeit einzigartig ge­ fördert wird.

Jahrhundert und ist vor allem von den Namen Sophus Mads Jørgensen und Alfred Werner geprägt. Werner, der jahrzehntelang als Gegenspieler Jørgensens galt, formulierte 1892 hingegen eine Theorie, die grundsätzlich heute noch gültig ist, und im Folgejahr erstmals publiziert wurde. In den folgenden Jahrzehnten führten die Entwicklungen neuer Theorien über die chemische Bindung und neuer Technologien wie Röntgenstrukturanalyse zu großen Fortschritten in der Koordinationschemie. Die Oxidationszahl wird bestimmt, indem man die ursprüngliche Ladung des Zentralatoms betrachtet, als ob alle Liganden unter Mitnahme der gemeinsamen Elektronenpaare entfernt werden würden.

Zentralteilchen muss die Ladung des Komplexes ergeben. Die Koordinationseinheit wird in eckigen Klammern dargestellt. Eine eventuell vorhandene Ladung wird als Exponent hinter der eckigen Klammer geschrieben. In diesem Fall wird die Koordinationseinheit auch als Komplex-Ion bezeichnet. Das Zentralteilchen wird vor den Liganden genannt. Abkürzungen für Liganden werden ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge angegeben, d.

In mehrkernigen Komplexen wird die Bindungsart von Brückenliganden mit dem griechischen Buchstaben μ bezeichnet. Dabei gibt ein Index n die Anzahl der verknüpften Zentralatome an. Bei Liganden mit mehreren Donoratomen wird die Haptizität mit dem griechischen Buchstaben η angegeben. Bei der systematischen Benennung von Komplexsalzen gibt man zuerst das Kation und dann das Anion an, gleichgültig ob jeweils komplex oder nicht. Der hierdurch vervielfachte Teil kommt in Klammern.

Art der Liganden: Die verschiedenen Liganden werden ohne Berücksichtigung ihrer Anzahl und ihrer Ladung in alphabetischer Reihenfolge genannt. Die Namen neutraler oder kationischer Liganden werden nicht verändert. Ist die Koordinationseinheit ein Kation oder neutral, wird der unveränderte deutsche Name verwendet. Klammern gesetzte römische Ziffer angegeben und dem Namen der Koordinationseinheit nachgestellt. Ein Pluszeichen wird nicht geschrieben, für Null wird die arabische Ziffer benutzt.