Reise & Abenteuer

Kultur und Terror PDF

Please forward this error screen to hosting. Wie bin ich geworden, wer ich bin? Gero Neugebauer lehrt am Otto-Suhr-Kultur und Terror PDF für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin.


Författare: Michael C. Frank.
Am Ende einer Dekade der globalen terroristischen Eskalation, die von großer politischer und medialer Aufmerksamkeit begleitet wurde, nähert sich die ZfK dem Thema Terror aus interdisziplinärer Sicht. Dabei wird vor allem eine entscheidende, bislang nur unscharf zu erkennende Dimension des Terrorismus genauer konturiert: seine Eigenschaft als kulturelles Phänomen – nicht nur in Hinblick auf seine Bedingungen und Kommunikationsformen, sondern auch auf seine gezielte Provokation und Gefährdung kultureller Ordnungen.
Gibt es – neben den gut untersuchten ökonomischen, politischen und sozialen Faktoren – kulturelle Konstellationen, die eine Herausbildung terroristischer Ideologien und die Bereitschaft zu ihrer gewaltsamen Umsetzung begünstigen? Wie begegnen Kulturen in konkreten Fällen der Herausforderung durch den Terrorismus? Welche Mittel stehen ihnen hierzu – symbolisch, medial und materiell – zur Verfügung?
Im Debattenteil wird die in Heft 2/2008 als »Transatlantische Kontroverse« begonnene Diskussion über den Sonderweg der deutschen Medienwissenschaften fortgeführt.

Forschungsschwerpunkte: Deutsches Parteiensystem, insbesondere in Ostdeutschland, Wahlen. Aktuelles Forschungsprojekt: Die SPD in Ostdeutschland. Wenn der Begriff Extremismus fällt, dann in der Regel von Seiten des Verfassungsschutzes, denn dort wird er wesentlich häufiger gebraucht als in den Sozialwissenschaften, die mit ihm wenig anfangen können. Diese Bestrebungen – und das zielt zugleich auf ihre Urheber – gelten als extremistisch. Dem Begriff liegt die Vorstellung zugrunde, dass sich in der Mitte des politischen Spektrums die zentralen Bestandteile der demokratischen Ordnung und des Staates befinden und dass von den äußersten Rändern die extremen Bedrohungen ausgehen, die sie gefährden. Der eine Pol wird als Linksextremismus und der andere als Rechtsextremismus definiert.

Amtlich werden als Rechtsextremismus „Bestrebungen verstanden, die sich gegen die im Grundgesetz konkretisierte fundamentale Gleichheit der Menschen richten und die universelle Geltung der Menschenrechte ablehnen. Rechtsextremisten sind Gegner des demokratischen Verfassungsstaates. Die Linksextremisten, heißt es im Verfassungsschutzbericht 2006, “ wollen anstelle der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung eine sozialistische bzw. Gesellschaft oder eine ‚herrschaftsfreie‘ anarchistische Gesellschaft etablieren und orientieren ihr politisches Handeln an revolutionär-marxistischen oder anarchistischen Ideologien.

Revolutionär-marxistische Organisationen setzen auf traditionelle Konzepte eines langfristig betriebenen Klassenkampfes. Autonomes Selbstverständnis ist geprägt von der Vorstellung eines freien, selbstbestimmten Lebens in ‚herrschaftsfreien‘ Räumen. Entsprechend wird jede Form staatlicher oder gesellschaftlicher Normen abgelehnt. Es gibt sicher gewalttätige Anarchisten, aber auch solche, die Gewaltfreiheit praktizieren. In der oben zitierten Definition des Verfassungsschutzes wird von einer „sozialistischen bzw. Jahrhunderts haben sich zwei Richtungen innerhalb der sozialistischen Bewegung herausgeschält: die demokratisch sozialistische wollte das sozialistische Endziel, die Beseitigung des Kapitalismus, durch schrittweise Reformen in Politik und Wirtschaft erreichen. Gibt es inhaltliche Gemeinsamkeiten zwischen Rechts- und Linksextremismus?