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Kurze Beschreibung Germaniens PDF

Germania Erstausgabe durch Wendelinus de Spira, Venedig 1472. Die Germania ist eine kurze ethnographische Schrift des kurze Beschreibung Germaniens PDF Historikers Tacitus über die Germanen.


Författare: Johannes Cochlaeus.
Als Johannes Cochläus 1512 seine Bestandsaufnahme der Kultur, Geographie und Geschichte Deutschlands verfasste, wollte er die Überlegenheit der Deutschen vor den romanischen Völkern dokumentieren. Seine ›Brevis Germanie Descriptio‹ ist ein Dokument des erwachenden Nationalbewusstseins der Deutschen und eine anschauliche Quelle zum Denken und Wissen der Humanisten am Beginn der Frühen Neuzeit. Die vorliegende Übersetzung von Karl Langoiosch ist derzeit die einzige lieferbare Ausgabe.

Sie wurde seit der Frühen Neuzeit verstärkt gelesen und entfaltete auf diese Weise eine erhebliche Breitenwirkung. Die Germania wird in aller Regel in das Jahr 98 n. Das zweite Konsulat Trajans fiel in das Jahr 98 n. Die Schrift Germania ist ohne einen einheitlichen Titel überliefert. Die erste Erwähnung der Schrift findet sich in einem Brief des Humanisten Antonio Beccadelli an Guarino da Verona von April 1426: Compertus est Cor.

Aus der Antike ist kein Titel des Werks überliefert. Zu Tacitus’ Lebzeiten befand sich das römische Reich auf seinem Höhepunkt. Geographisch hatte es fast seine größte Ausdehnung erreicht und erlebte auch kulturell eine Blüte. Die Grenzen zu Germanien waren gezogen und weitgehend gesichert worden. Nach der Varusschlacht im Jahre 9 n.

Stämme der Germanen um 50 n. In der Germania, die sich in einen allgemeinen und einen besonderen Teil gliedert, beschreibt Tacitus Germanien, ansatzweise auch dessen Geographie und benennt verschiedene germanische Stämme vom Rhein bis zur Weichsel. Tacitus beginnt mit den Grenzen Germaniens, seinem Volk, der Beschaffenheit des Landes und den Bodenschätzen. Er fährt fort mit der Beschreibung der Kriegsführung, der Religion und Volksversammlungen, spricht dann über die germanische Rechtsprechung und die Rolle der Fürsten im Krieg. Dabei beschreibt er die Germanen als wilde Barbaren, schwach bewaffnet, aber tapfer im Kampf und voller Wertschätzung für ihre Frauen, als fromme Menschen, die auf Vorzeichen und Orakel vertrauen. Entscheidungen fielen, so Tacitus, in Versammlungen, die abhängig vom Stand des Mondes abgehalten würden.

Exkurse über Ehe, Erziehung und Erbrecht, bis die Rede auf Gastfreundschaft, Feiern und Spiele kommt. Der allgemeine Teil endet schließlich in einer Beschreibung des Ackerbaus und der Totenbestattung. Die Gastfreundschaft der Germanen wird lobend hervorgehoben, die dabei auftretenden Ausschweifungen aber auch dargestellt. Ihre Feiern, so Tacitus, dauerten oft tagelang und endeten nicht selten in Schlägereien der Betrunkenen und Totschlag. In den letzten elf Kapiteln beschreibt Tacitus Bräuche und Besonderheiten einzelner Stämme und kommt auch auf diejenigen zu sprechen, die Germanien verlassen und sich in Gallien angesiedelt haben. Dem stellt er Treverer und Nervier gegenüber, die, seiner Darstellung nach, als Germanen in Gallien leben.