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Leben im Mittelalter vom 7. bis zum 13. Jahrhundert PDF

Mit Entwicklung der Kavallerie im Frühmittelalter erhielt die Pferdezucht eine entscheidende strategische Bedeutung und ermöglichte so die Entfaltung desjenigen Standes, den die meisten von uns heute spontan als Erstes mit dem Mittelalter assoziieren: die Ritter. Jagd- und Reittiere zu wichtigen Statussymbolen, die häufig in leben im Mittelalter vom 7. bis zum 13. Jahrhundert PDF zeitgenössischen Literatur erwähnt bzw.


Författare: Hans-Werner Goetz.

"Der Leser", so der Berliner Tagesspiegel, "wird angenehm überrascht. Das Buch liest sich ausgesprochen spannend. Es beginnt mit einer Beschreibung der allgemeinen Lebensbedingungen. Zum Beispiel des Klimas: Naturkatastrophen war der mittelalterliche Mensch schutzlos ausgeliefert. Eine vernichtete Ernte bedeutete Hunger, dem oft verheerende Seuchen auf dem Fuß folgten.

Goetz beschreibt dann die Familie im Mittelalter, wobei er auch auf Liebe und Sexualität eingeht. Es folgen Kapitel über das Leben der Mönche, Bauern, Ritter und des Stadtbürgertums als Grundformen mittelalterlicher Alltagsgeschichte. Dabei unterscheidet er die Begriffe Institution, Raum und Menschen.

Institution nennt Goetz zum Beispiel das System der Grundherrschaft, in das die hörigen Bauern eingebunden waren. Der Raum, das ist die kleine, ärmliche Bauernkate, aber auch die Hufe oder das Dorf. Schließlich die Menschen: Sie sind weniger als Individuen faßbar denn als Mitglieder einer Gemeinschaft.

Natürlich unterscheidet sich das asketische Gemeinschaftsleben im Kloster vom Arbeitsalltag der Hufenbauern. So, wie sich beide vom höfischen Leben mit seinen gelegentlichen Glanzpunkten – den Festen und Turnieren – abheben. Und auch die Lebensideale wichen voneinander ab: Das apostolische Leben der Mönche, der ritterliche Ehrencodex oder die auf Erwerb gerichtete Mentalität des Stadtbürgers. Die idealisierte Norm war aber auch damals eher die Ausnahme als die Regel."

Das alles wird in dieser Darstellung anschaulich in seinem Zusammenhang, tritt hervor aus der Fremdartigkeit, die uns immer wieder dazu verleitet hat, vom "finsteren" Mittelalter zu sprechen.

Illuminationen, Grabsteine, Siegel und andere Bildzeugnisse zeigen den Krieger nun hoch zu Ross. Jahrhundert war der ausziehende Ritter in der Regel von einem Knappen, zusätzlich auch oft noch von einem Knecht begleitet. Dafür benötigte er mindestens drei Pferde, nämlich das Streitross, das nur im Kampf geritten wurde, das Marschpferd sowie ein drittes Pferd, das für den Knappen bestimmt war, der ihm Schild und Lanze trug. Diese Bibelillustration zeigt König David, der gegen seine Feinde auszieht. Im Gegensatz zu seinen Rittern trägt nur sein Pferd eine kostbare Kuvertüre. Man beachte Brust- und Sattelgurt, die ausladende Hebelstangentrense sowie die Pferdefarben.

France, um 1250, folio 34 r, Pierpont Morgan Library, New York, Ms M. Zugtier an einer herrschaftlichen Kutsche mit reich verziertem Zuggeschirr und Sattelzeug. Auch hier wie so häufig die bevorzugte Fellfarbe Apfelschimmel. Streitross und edle Jagd- und Reittiere waren wichtige Statussymbole der oberen Stände.