Ratgeber

«Magischer Realismus» in der Malerei des 20. Jahrhunderts PDF

Begriff, mit dem das Verhältnis des Menschen zur Wirklichkeit ausgedrückt wird. In der Variante des politischen Realismus kann Realismus als Gegenbegriff zu Optimismus gemeint sein, weil er «Magischer Realismus» in der Malerei des 20. Jahrhunderts PDF Eintreffen pessimistischer Erwartungen zu besseren Lösungen führe als der Optimismus.


Författare: Andreas Fluck.
Seit Mitte der zwanziger Jahre findet der Begriff «Magischer Realismus» in Publikationen zur Malerei des 20. Jahrhunderts wiederholt Verwendung, ohne daß bislang eine grundlegende Klärung dieses Terminus erfolgte. Das vorliegende Buch zeigt zunächst seine Geschichte und Entwicklung in der kunsthistorischen Literatur Europas und Amerikas auf und dokumentiert seine Verwendung zur Beschreibung einer durch äußerste Präzision gekennzeichneten Malerei bis in die Gegenwart hinein. Hieran schließt sich der Versuch einer Typologisierung dieser Malereirichtung an, indem Werke von «Magischen Realisten» unterschiedlichster Nationalität und Zeitzugehörigkeit vergleichend betrachtet und auf stilistisch-technische sowie inhaltliche Parallelen hin untersucht werden. Das Ergebnis ist die umfassende Darstellung einer zwischen Sachlichkeit und gegenständlichem Surrealismus anzusiedelnden Malereirichtung, welche sich durch einen kaum vermuteten Facettenreichtum auszeichnet.

In der Philosophie stehen beim Thema Realismus die grundsätzlichen Fragen im Vordergrund, ob es überhaupt eine Wirklichkeit gebe, ob sie unabhängig vom Menschen existiere und wie sie erkannt und beschrieben werde. Der philosophische Realismus vertritt in allen Varianten die Existenz einer Wirklichkeit, aber nur der Naive Realismus ist der Meinung, dass sie so sei, wie wir sie wahrnehmen. Im Gegensatz zur Kritik an idealistischen Verallgemeinerungen hielt dieser Realismus das Allgemeine für wirklich, während das Einzelne nur vorübergehend sei. In den Naturwissenschaften steht die Frage im Zentrum, ob Theorien eine Wirklichkeit erklären, die unabhängig von diesen Theorien existiere. In den Rechtswissenschaften spricht man von Rechtsrealismus oder Verfassungsrealismus, wenn weder moralische noch schriftlich fixierte Grundsätze als Ideale gesehen werden, sondern das Recht ausschließlich auf der Erfahrung beruhen soll. Wirklichkeit aus, die von höheren Gesellschaftsschichten oder von dominierenden Kunststilen gemieden wird. Alltag, Probleme oder Technik geraten damit ins Blickfeld.