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Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Wols künstlerisches Werk entstand ausschließlich in Frankreich, wohin er 1932 ausgewandert war. Vom Surrealismus und den Bauhausmeistern inspiriert und ohne professionelle Ausbildung, schuf er, nach einer kurzen Phase als Fotograf, zunächst new Yorker Fremdenführer PDF und später informelle Zeichnungen und Gemälde. Wolfgang Schulze war der Sohn des hohen Berliner Regierungsbeamten Dr.


Författare: O. Dommasch.

Nach nur drei Grundschuljahren wechselte Wolfgang Schulze 1922 aufgrund seiner hervorragenden Leistungen auf das humanistische Staatsgymnasium in Dresden-Neustadt. Der Besuch der Großen Internationalen Kunstausstellung 1926 mit Werken der zeitgenössischen Moderne, unter prominenter Vertretung von Otto Dix und der Bauhausmeister, in Dresden hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei ihm. Der frühe Tod des Vaters löste eine schwere Verstörung aus. 1930 verließ er wegen seiner gefährdeten Versetzung die Schule und erhielt Privatunterricht zur Vorbereitung auf das Abitur. Trotz guter Leistungen verwehrte ihm das Ministerium die Zulassung zur Prüfung. Juli 1932 reiste Schulze mit einer Empfehlung des Bauhaus-Künstlers und -Lehrers László Moholy-Nagy nach Paris. Ohne Arbeitserlaubnis in Paris unter ärmlichen Bedingungen lebend, zog er im Oktober 1933 gemeinsam mit Gréty nach Barcelona, dann von dort nach Mallorca.

1936 erhielt er mit Hilfe von Fernand Léger und Georges-Henri Rivière eine befristete Aufenthaltsgenehmigung mit monatlicher Meldepflicht bei der Pariser Polizei. Weiterhin ohne Arbeitserlaubnis verdiente Schulze mit Fotografie seinen Lebensunterhalt. Zwischen 1937 und 1939 arbeitete Wols erfolgreich als Porträtfotograf und pflegte zusammen mit Gréty enge freundschaftliche Kontakte zu Pariser Schauspielern, Schriftstellern und bildenden Künstlern, die sich von ihm fotografieren ließen. Auf Veranlassung von Henri-Pierre Roché besuchte der Pariser Kunsthändler René Drouin Wols in Dieulefit und erwarb 40 Aquarelle und Zeichnungen für eine Ausstellung im Dezember 1945 in seiner Galerie an der Place Vendôme, wo erstmals Wols’ Werke ausgestellt wurden. Von Drouin mit Leinwänden und Ölfarbe ausgerüstet, schuf Wols ab 1946 in kurzer Zeit über 40 Ölbilder. Mai 1947 wurde eine Ausstellung dieser Bilder bei Drouin eröffnet. Die Schau schockierte das Pariser Publikum und machte den Künstler in der Szene bekannt.

In den Jahren von 1948 bis 1950 folgten trotz einer Phase schwerer gesundheitlicher Probleme, der vorübergehenden Trennung von Gréty und ständigen Wechseln der Wohnsitze weitere Ausstellungen in Paris, Mailand und New York, die sich auf die nach 1945 entstandenen Werke von Wols konzentrieren. August 1951 zog Wols sich durch den Verzehr von verdorbenem Fleisch eine mit hohem Fieber einsetzende Lebensmittelvergiftung zu, die zunächst als Blinddarmentzündung diagnostiziert und nicht behandelt wurde. Der Kunsthistoriker und spätere Kunsthändler Ewald Rathke beziffert das Werk von Wols auf 80 Ölgemälde, von denen sich 30 im Museumsbesitz befinden, und auf 1. 000 Aquarelle und Zeichnungen, von denen wenig mehr als 10 Prozent in öffentlichen Sammlungen zugänglich sind. Der Künstler und Autor Jürgen Claus fragte in seinem Buch „Theorien zeitgenössischer Malerei“ nach „dem Wert von Vernichtung, Tilgung, Aufhebung in der Malerei von Wols. Dies trifft sowohl für sein fotografisches wie sein malerisches Werk zu. Jahr 1932 zurückdatiert werden kann, steht am Beginn seiner künstlerischen Karriere die Fotografie.

Wols’ knapp zwanzigjährige künstlerische Schaffensphase lässt sich grob in drei Abschnitte gliedern: Er begann mit Fotografien in den Pariser Jahren ab 1932 und arbeitete spätestens seit 1937 als professioneller Fotograf. Während seiner Internierung ab 1939 wechselte er zu Zeichnungen und Aquarellen, die auch nach seiner Freilassung bis zum Kriegsende den Hauptanteil seiner Werke bildeten. Ab 1945 verlagerte sich das künstlerische Schwergewicht auf Ölbilder. Nachdem Wols im Herbst 1932 mit Empfehlungsschreiben von László Moholy-Nagy nach Paris gereist ist, erhält er erste Fotoaufträge. Als freiberuflicher Fotograf arbeitet er bis zu seiner Internierung. In den Internierungslagern zwischen 1939 und 1940 zeichnet und aquarelliert er ausschließlich.