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Offenbarung und Anfechtung PDF

Eine arglistige Täuschung liegt regelmäßig dann vor, wenn eine Täuschung über Tatsachen vorsätzlich erfolgt, der Täuschende also weiß und will, dass sein Verhalten zu einem Irrtum des Getäuschten führen werde. Sofern eine verübte Täuschung widerrechtlich und kausal für die Abgabe offenbarung und Anfechtung PDF Willenserklärung ist und dies vom Vorsatz des Handelnden umfasst ist, kann das gesamte Rechtsgeschäft rückwirkend vernichtet werden. Verhalten, das darauf abzielt, in einem anderen eine unrichtige Vorstellung hervorzurufen, zu bestärken oder zu unterhalten.


Författare: Timo Veijola.
Der jüngst verstorbene finnische Alttestamentler Timo Veijola entfaltete in seiner Heimat und darüber hinaus in der Welt der alttestamentlichen Fachexegese einen großen Einfluss. Jetzt sollen der breiteren wissenschaftlichen und kirchlichen Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum diejenigen Arbeiten aus seinen letzten Lebensjahren zugänglich gemacht werden, die sich mit Themen der alttestamentlichen Theologie und Hermeneutik befassen. Sie kreisen – nicht zufällig für diesen Autor – alle um die beiden ebenso gewichtigen wie brisanten Themen "Offenbarung" und "Anfechtung".

Sie kann durch positives Tun, aber auch durch Unterlassen ausgeübt werden. Positives Tun liegt bei ausdrücklichen oder konkludent wahrheitswidrigen Behauptungen vor, wenn sie sich auf Tatsachen oder wertbildende objektiv nachprüfbare Umstände beziehen. Eine konkludente Täuschungshandlung stellt zum Beispiel das Zurückdrehen des Kilometerstands beim zum Verkauf stehenden PKW dar. Es gilt der Grundsatz der Privatautonomie, aufgrund welchem es geboten ist, Rechtsgeschäfte in Selbstverantwortung zu führen. Somit kann jede Partei von ihrem überlegenen Wissen profitieren, ohne dass eine Pflicht zur Offenbarung besteht.

Die Täuschung muss zudem kausal zu einem Irrtum führen, der wiederum kausal für die Abgabe der Willenserklärung sein muss. Dabei ist es bezüglich des Irrtums bereits ausreichend, dass durch die Täuschung falsche Vorstellungen aufrechterhalten werden. BGB genügt aufgrund des Schutzzwecks der Norm jeglicher Mangel bei der Willensbildung. Hingegen fehlt es an der Kausalität, wenn der Getäuschte die Täuschung durchschaut hat oder diese bei Vertragsschluss in vollem Umfang offenkundig war.