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Psychologie, Soziologie und Pädagogik PDF

Dies ist psychologie, Soziologie und Pädagogik PDF gesichtete Version, die am 11. Die Entwicklung der Psychologie zu einer empirischen Wissenschaft im 19.


Författare: Clemens Hausmann.
Dieses Lehrbuch vermittelt die Grundzüge von Psychologie, Pädagogik und Soziologie für Gesundheitsberufe, insbesondere für die Gesundheits- und Krankenpflege.
Teil 1 führt in die Psychologie als Wissenschaft ein und beschreibt wichtige Kapitel der Psychologie für den pflegerischen Alltag. Teil 2 liefert soziologische Grundlagen zu Individuum, Gesellschaft und
sozialen Bezügen im gesundheitlichen Rahmen. Teil 3 behandelt die Grundbegriffe der Pädagogik, ihre Anwendungsbereiche sowie verschiedene Erziehungs- und Führungsstile.
Aufgebaut nach den Vorgaben des österreichischen Curriculums für die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege und geeignet für alle Gesundheitsberufe.
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Die Psychologie in der zweiten Hälfte des 20. Auch wenn die Psychologie als eigenständiges wissenschaftliches Forschungsgebiet erst seit Ende des 19. Jahrhunderts existiert, hat die Beschäftigung mit der Seele, dem Erleben und Verhalten des Menschen eine weit zurückreichende Geschichte. Platon entwickelte die Basis für das Schichtenmodell der Seele, das später Grundlage für Sigmund Freuds psychodynamisches Modell werden sollte, und Aristoteles schrieb ca. Das Wort psychologia wurde nachweislich 1574 in einer gedruckten Schrift von Johann Thomas Freigius, einem Professor der Universität in Freiburg im Breisgau, erstmals verwendet. Im Zeitalter der Aufklärung nahm die Beschäftigung mit psychologischen Fragen zu.

So leistete bereits in der frühen Aufklärung der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz wichtige Beiträge zur Entwicklung der Psychologie. Wilhelm von Humboldt gilt als wichtiger Forscher der Völkerpsychologie im 18. Jahrhundert, als deren Begründer der Philosoph Moritz Lazarus zu sehen ist. Auch Gabriel Tarde übte wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung dieser Fachbereiche aus. Der Beginn der Psychologie als akademische Disziplin ist wohl auf die Gründung des ersten Labors zur Erforschung psychologischer Phänomene im Jahre 1879 durch Wilhelm Wundt an der Universität Leipzig zu datieren. Welt entstanden Psychologische Institute an den Universitäten.

In den USA wurde die experimentelle Psychologie ohne jeden Abgrenzungs- und Richtungsstreit zwischen Philosophie und Naturwissenschaften vorbehaltlos aufgenommen. Basierend auf einer methodologischen Auseinandersetzung, deren Ausgestaltung durch die sinnesphysiologischen Herangehensweisen geprägt worden war, die Methoden der Naturwissenschaften für philosophische Gegenstandsbereiche allgemein zu nutzen, galt Wundts besonderes Interesse dabei psychologischen Fragestellungen. Von Beginn an hatte Wundt engen Kontakt zum Physiker Gustav Theodor Fechner, der selbst bis 1874 Vorlesungen an der Philosophischen Fakultät zu Leipzig gehalten hatte. Grundsätzlich folgte die Psychologie dem oben genannten Selbstverständnis. Wundt und seine Kollegen interpretierten die Psychologie als neue Disziplin der Naturforschung. Dieser Ansatz war so neu, dass Wissenschaftler dieser Disziplinen aus aller Welt begeistert nach Leipzig kamen, um bei Wundt zu studieren.

In der Hochzeit hatte Wundt allein fast 40 wissenschaftliche Assistentenstellen. Im Jahre 1883 führte der Engländer Francis Galton die Statistik als Methode in das Gebiet der Psychologie ein, und begründet damit die empirische Persönlichkeitsforschung. Im Jahre 1895 veröffentlichte Sigmund Freud zusammen mit Josef Breuer erste psychoanalytische Fallstudien, zusammen mit seinen Schülern Carl Gustav Jung und Alfred Adler wurde die psychodynamische Sichtweise in der Psychologie entwickelt. Als wichtige Vertreter der Ich-Psychologie gelten Anna Freud, Heinz Hartmann, Erik Erikson und Margaret Mahler.

Die Traumdeutung wurde vor allem von C. Personen in der Klinik andere Träume haben als zu Hause. Watson erste Arbeiten zu diesem Thema und begründete damit, auf Forschungen von Edward Lee Thorndike und Iwan Petrowitsch Pawlow aufbauend, die Richtung des Behaviorismus. Verhaltensweisen, während nicht beobachtbare Aspekte, wie Motivation oder Emotion, als nicht relevant erachtet werden.

In den 1930er Jahren erlebte die Psychologie, insbesondere die Gestaltpsychologie, die neben dem Behaviorismus führende Strömung der Psychologie, einen regelrechten Kahlschlag durch die Nationalsozialisten. Kurt Lewin ist ein typisches frühes Beispiel: Als Mitarbeiter an Wolfgang Köhlers Institut leistete er bahnbrechende Arbeit. Diesem Ziel musste sich auch die verbliebene universitäre Ausbildung unterordnen. Schließlich wurde ein von der ursprünglichen Idee her primär berufsqualifizierender Abschluss namens Diplom eingeführt. Das Diplomstudium der Psychologie wurde in Deutschland 1941 eingerichtet, unter gleichzeitiger Betonung einer berufspraktischen Qualifikation als Wehrpsychologe mit Schwerpunkt Diagnostik.

Die praktische Psychologie beschränkte sich ohnehin auf die Diagnostik. Psychotherapie durch Psychologen gab es so damals noch nicht, auch die Klinische Psychologie gab es noch nicht, diese wurde erst viel später in den USA begründet. Gesundheitsbereich, sondern auch in Beratungseinrichtungen und in Jugendämtern arbeiteten. Es gab auch Pläne, rassenpsychologische Ansätze für die Bevölkerungspolitik und Siedlungsplanung zu verwenden. Die vielfach behauptete Idee, Psychologie sei erstmals von den deutschen Nationalsozialisten systematisch und flächendeckend insbesondere zur Manipulation und Propaganda herangezogen worden, ist umstritten. Die Psychologie verfügte auch gar nicht über Erkenntnisse, die entsprechend einzusetzen gewesen wären. Wie in anderen Fächern auch, erfolgte innerhalb der deutschen Psychologie nach dem Krieg praktisch keine Entnazifizierung.

Zunächst erfolgten ab den 1930er Jahren in den USA und später auch weltweit v. Weiterentwicklungen des Behaviorismus und der Ausbau von weiteren psychologischen Disziplinen. Nach dem humanistischen Menschenbild ist das Individuum bestrebt, sich frei zu entfalten und seine Entwicklungsmöglichkeiten voll auszuschöpfen. Der Mensch wird als aktiv gestaltendes Lebewesen gesehen, das sich seinem Verhalten bewusst ist, es auch steuern und beeinflussen kann. Auch das Wirken Charlotte Bühlers und Victor Frankls ist dieser Richtung zuzuordnen. Ab 1980 entwickelte Hans-Werner Gessmann im Psychotherapeutischen Institut Bergerhausen das Humanistische Psychodrama.