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RAF und Rote Brigaden – Deutschland und Italien von 1970 bis 1985 PDF

Sie wurden 1970 in Mailand gegründet. Deren Protest richtete sich gegen die schlechten Studienbedingungen sowie gegen autoritäre Strukturen an den Universitäten und in der Gesellschaft. Es gelang den italienischen Studenten, ihren Protest mit dem der Arbeiter zu verbinden, wie es auch in Frankreich im Mai 1968 gelungen war. Getragen durch alle drei RAF und Rote Brigaden – Deutschland und Italien von 1970 bis 1985 PDF und unterstützt durch Protesterfahrungen der Studenten, wurden die Arbeitskämpfe mit einer bis dahin ungekannten Intensität geführt.


Författare: Rossana Lucchesi.
So wie die Rote Armee Fraktion (RAF) die BRD der 1970er und 80er Jahre prägte, waren es in Italien zur gleichen Zeit die Roten Brigaden (BR). Die Parallelen sind nicht zu übersehen: Beide Bewegungen entstanden im Dunstkreis der 68er-Bewegung, nutzten ähnliche Kommunikationsstrategien, reflektierten ihr eigenes Handeln und das anderer Gruppen intensiv. Selbst die schrecklichen Höhepunkte des linken Terrors in beiden Ländern – die Entführungen und Ermordungen Hanns Martin Schleyers und Aldo Moros – weisen frappierende Ähnlichkeiten auf.
Rossana Lucchesi klärt die soziokulturelle und ideologische Herkunft von RAF und BR und analysiert und vergleicht deren Schriften. Im Ergebnis eröffnet sie ein eindrucksvolles Panorama der Gesellschaftstheorien beider Bewegungen und revidiert so manches Vorurteil.

Diese Tendenz zum bewaffneten Kampf wurde nach dem 12. Dezember 1969 noch verstärkt: An diesem Tag explodierte auf der Piazza Fontana in Mailand eine Bombe, die 16 Menschen tötete und 88 weitere verletzte. Der Anschlag sollte zunächst der Linken in die Schuhe geschoben werden. Im August kamen in Pecorile, einem Dorf in der Nähe von Reggio Emilia, etwa 100 Aktivisten aus dem linken Spektrum zusammen, um über Fragen und Strategie des bewaffneten Kampfes zu diskutieren. Als Ergebnis dieses Kongresses wurde von der CPM-Zeitschrift Sinistra Proletaria ein Dokument herausgegeben, das sehr konkret auf Fragen des bewaffneten Kampfes eingeht. Die Jahre der autonomen Kämpfe waren nicht umsonst, aber heute wissen wir, dass man den bewaffneten Herren nicht unbewaffnet begegnen kann.