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Russlanddeutsche Evangelikale (Band 2) PDF

Freikirche, die weltweit in 215 Ländern Verbreitung findet. Die Siebenten-Tags-Adventisten selbst bezeichnen die Gläubigen in ihrer Gemeinschaft als Gemeindeglieder, Glieder der Gemeinde oder meist kurz als Glieder. 1961 hatte die Kirche nach eigenen Angaben zum ersten Mal mehr als 1 Million Russlanddeutsche Evangelikale (Band 2) PDF, zur Jahrtausendwende verkündete sie eine Mitgliederzahl von 10 Millionen. Die Zahlen beziehen sich nur auf getaufte Mitglieder.


Författare: Heinrich Löwen.
Forschungsarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Theologie – Praktische Theologie, , Sprache: Deutsch, Abstract: Die freikirchliche Landschaft in Deutschland hat in den letzten 35 Jahren gravierende Veränderungen erlebt, die durch den Zuzug russlanddeutscher Christen aus der ehemaligen Sowjetunion verursacht wurden. Ihre Kirchengemeinden zählen zu den größten und schnellwachsensten in Deutschland. Neben großen Gemeindezentren haben sie vielerorts eigene Missionswerke, Hilfsorganisationen, Verlage, christliche Privatschulen, theologische Ausbildungsstätten und andere christliche Einrichtungen ins Leben gerufen. Mittlerweile sind sie zum festen Bestandteil der Evangelikalen Bewegung in Deutschland geworden.
Aufgrund dieser ermutigenden Entwicklung innerhalb der kirchlichen Landschaft in Deutschland hegte man anfangs die Erwartung, dass die Leidenschaft für den christlichen Glauben, den die russlanddeutschen Christen aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland mitgebracht haben, auch auf die Christen in Deutschland überspringen würde. Doch leider hat der Prozess der gegenseitigen Bereicherungen zwischen einheimischen und russlanddeutschen Christen noch nicht stattgefunden. Man ist sich auch nach mehr als 35 Jahren des Zusammenlebens in Deutschland fremd geblieben. Während die russlanddeutschen Christen sich in ihre kulturell-religiöse Enklaven zurückgezogen haben, stehen die einheimischen Christen ratlos da und wissen nicht, wie sie ihre Glaubensgeschwister aus der ehemaligen Sowjetunion in ihre kirchliche Landschaft effektiv integrieren können.
Dieser Zustand muss jedoch nicht so bleiben. Wo es einen Willen gibt, gibt es auch einen Weg. Daher ist es nie zu spät, aufeinander zuzugehen, um gemeinsam die christliche Botschaft den Menschen in Deutschland zu verkündigen. Eine effektive Zusammenarbeit zwischen russlanddeutschen und einheimischen Christen setzt allerdings die Bereitschaft voraus, aufeinander zuzugehen, um sich näher kennenzulernen. Diesem Ziel dient die vorliegende Forschungsarbeit, die der Dissertation "Gemeindepädagogik in Russlanddeutschen Freikirchen in der Spannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart" entnommen und aktualisiert wurde. Sie kann einheimischen Christen helfen, die Denk- und Vorgehensweise russlanddeutscher Christen besser zu verstehen. Anderseits kann sie auch den russlanddeutschen Christen bei der Suche nach der eigenen Identität dienlich sein.

Kinder aus adventistischen Familien sind nicht mitgezählt. In den fünf Jahren von 2009 bis 2013 schlossen sich 5,45 Millionen Menschen der Freikirche an. In Österreich gibt es insgesamt 53 Gemeinden mit rund 4200 getauften Mitgliedern, die von ca. In der Schweiz leben rund 4800 erwachsene getaufte Siebenten-Tags-Adventisten, die in 54 Gemeinden organisiert sind und von 44 Pastoren betreut werden. In weiten Teilen ähnelt die Lehre der Siebenten-Tags-Adventisten der Lehre von anderen protestantischen und insbesondere baptistischen Kirchen.

So gilt die Bibel als die einzige religiöse Autorität. Es gibt aber auch einige charakteristische Unterschiede. Die Lehre wird derzeit in 28 Glaubenspunkten offiziell beschrieben. Adventisten sind der Auffassung, dass seit dem 22. Oktober 1844 das Untersuchungsgericht im Himmel stattfindet. Buch des Lebens eingetragen, welche ihre gesamten Sünden vor Gott bekannt und bereut haben.

Im himmlischen Heiligtum findet deswegen eine symbolische Reinigung von allen Sünden statt. Adventisten sehen den Samstag als eine Zeit der Ruhe, die Zeit für die Gemeinschaft mit Gott und mit dem Nächsten bietet. Er ist für sie nicht nur ein Gedenktag der Schöpfung, sondern auch ein wöchentliches Erinnern an die Erlösung in Christus, die Neuschöpfung des gläubig gewordenen Menschen. Es schließt sich dann das Jüngste Gericht an. Dieses endet für die Gottlosen nicht mit einer ewigen Qual in einer feurigen Hölle, sondern mit der endgültigen Vernichtung bzw. Die Siebenten-Tags-Adventisten erwarten die baldige Wiederkunft Christi.

Tag, der seit nunmehr rund zweitausend Jahren naherwartet wird, nicht mehr fern sein kann. Jahrhundert gehörten die Siebenten-Tags-Adventisten zu den Vorreitern der Lebensreform-Bewegung. Insgesamt sollen Adventisten ein Leben führen, das weder ausschweifend noch asketisch ist. Ihre zahlreichen Schriften prägen die Freikirche bis heute. Die Kirche glaubt, dass sie ein fortwirkender, bevollmächtigter Ausdruck der Wahrheit sind und zu Trost, Führung, Unterweisung und Zurechtweisung taugen.