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Sozialisation durch Printmedien PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Medien und Stereotype Medien schaffen und vermitteln ein Sozialisation durch Printmedien PDF von der Welt.


Författare: Roland Scheller.

Magisterarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Medien / Kommunikation – Printmedien, Presse, Note: 2, Technische Universität Berlin (Inst. f. Kommunikationswiss.), Veranstaltung: Universitätsabschlussarbeit, 29 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Printmedien sind Bestandteil unseres täglichen Lebens. Wir haben fast alle gelernt, mit ihnen umzugehen, sie zu lesen. Wir befinden uns in einer Lesekultur, in der wir ständig mit Printmedien konfrontiert sind, und es gibt keinen Weg, sich ihnen zu entziehen.
Wir als Angehörige der Industrienationen sind zu weiten Teilen durch Printmedien sozialisiert. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema " Sozialisation durch Printmedien " und greift verschiedene Aspekte der Medienwirkungsforschung und der Sozialisationsforschung auf. Ferner beschreibt sie die Printmedienlanschaft und versucht die Frage zu beantworten, ob Printmedien durch neue Medien verdrängt werden, oder ob es zu einer gleichberechtigten Ko-Existenz kommt.
Doch es kommen nicht nur positive Aspekte zum Tragen, denn Probleme wie Analphabetismus auf der einen Seite und staatlich gelenkte Zensur und Propaganda auf der anderen stellen schwerwiegende Probleme dar, die nicht außer acht gelassen werden dürfen.

Frage, die grundsätzliche erkenntnistheoretische und philosophische Fragen berührt: Können wir überhaupt „die“ Realität erkennen? Gibt es möglicherweise so viele Realitäten wie Individuen? Hier kommt der für die Sozialwissenschaften entscheidende Begriff der „Sozialisation“ ins Spiel. Obwohl die Rede von Medien als Sozialisationsinstanzen inzwischen üblich ist, fehlt es an integrativen Ansätzen, die die Dynamiken zwischen Medien, Individuum und Gesellschaft treffend beschreiben. Auf die Forschung zu Medien und Stereotypen übertragen bedeutet jener integrative Ansatz einer Mediensozialisationstheorie, dass Formen individueller und kollektiver Produktion und Rezeption stereotyper Aussagen und Bilder zu untersuchen sind. Medien, genauer: Journalistinnen, Journalisten und Werbetreibende, setzen bewusst und unbewusst auf Stereotype. Wenn sie Medieninhalte produzieren, greifen sie auf die „Bilder in ihren Köpfen“ zurück.

Diese Kognitionen werden materialisiert, in grafische und optische Bilder transferiert und mittels Sprache und sprachlichen Bildern medial vermittelt. Als rezipierte Medienbilder knüpfen sie dann wieder an bereits vorhandene Bilder in unseren Köpfen an. Von Interesse ist zudem, welche positiven und negativen Funktionen Stereotype für den Einzelnen und für soziale Gruppen erfüllen. Spricht Lippmann 1922 noch recht allgemein von „Bildern in unseren Köpfen“, setzt sich in den folgenden Jahrzehnten eine Definition von Stereotyp durch, die vor allem die Fehlerhaftigkeit und Realitätsinadäquanz stereotyper Wahrnehmungen betont. Doch zugleich wird darüber gestritten, ob Stereotype nicht ein Körnchen Wahrheit enthalten.

Stereotype beruhen auf Kategorisierung und Attribuierung. Gruppen, Typen oder Klassen ist ein mit der Stereotypisierung einhergehender, zunächst kognitiver Prozess. Diese kognitive Dimension wird bei Stereotypdefinitionen hervorgehoben. Beim Vorurteil kommt noch eine affektive Dimension hinzu, um die stärkere „Gefühlsgeladenheit“ von Vorurteilen zu betonen.

Daneben verweisen Definitionen von Stereotyp darauf, dass es sowohl positive als auch negative Stereotype gibt, genauer: Zuschreibungen positiver und negativer Eigenschaften, und dass Stereotype relativ änderungsresistent sind. Und in der Tat finden wir Beispiele für sich im Laufe der Geschichte verändernde Stereotype. Wer aber stereotypisiert, wer sind die Stereotypisierten? Warum und von wem werden welche Stereotype in Bezug auf wen oder was gebildet und verwendet? Wie denkt und spricht man über sich selbst und Angehörige der eigenen Gruppe, wie über andere? Was, glaubt man, erwarten die anderen von einem als Repräsentantin und Repräsentant einer bestimmten Gruppe? Mitglieder der Fremdgruppe liegen meist weniger Informationen vor.