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Spur des Realen oder Konstruktion? PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Als Vorgängerunternehmen können die im Jahr 1838 gegründete Zinnfigurenfabrik von Johann Haffner und die spur des Realen oder Konstruktion? PDF Jahr 1899 entstandene Metallspielwarenfabrik von Andreas Förtner angesehen werden. Vereinigte Spielwarenfabriken Andreas Förtner und J.


Författare: Katharina Eusterbrock.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Medien / Kommunikation – Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Einzug des Digitalen gilt als eine Zäsur in der Mediengeschichte. Einer verbreiteten Auffassung zufolge verwischen die Neuen Medien zunehmend die Differenz zwischen Wirklichkeit und Simulation, zwischen Realität und Fiktion. Von einer Krise der Repräsentation ist die Rede. Eine Vorreiterrolle scheint dabei die grenzenlos manipulierbare digitale Fotografie zu spielen, vermutlich weil ihrer Vorgängerin – der analogen Fotografie – bisher ein besonderer Wirklichkeitsbezug eigen zu sein schien, der nun – so die Argumentation – durch die neuen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung und Bildproduktion unwiederbringlich zerstört wird. Aber ist das so? In der vorliegenden Arbeit wird exemplarisch am ’neuen‘ Medium der digitalen Fotografie untersucht, ob und wie sich ihr Bezug zum Realen im Vergleich zu ihrem analogen Gegenstück verändert hat. Darüber hinaus soll deutlich gemacht werden, dass das, was sich theoretisch über das Phänomen der Fotografie sagen lässt, auch für allgemeine medientheoretische Fragen nutzbar gemacht werden kann. Eine solche Frage wäre etwa, ob der Wirklichkeitsbezug von Medien einfach anhand der Unterscheidung analog/digital bestimmt werden kann.
Betrachtet man die digitale Fotografie im Vergleich zu ihrer analogen Vorgängerin, so besteht eine der wesentlichen Veränderungen in der nahtlosen Eingliederung der Fotografie in den digitalen Medienverbund, was zu einem Verlust ihrer strukturellen Eigenständigkeit geführt hat. Der Auffassung, dieser Identitätsverlust führe zu einem Ende der fotografischen Evidenz und damit zum Ende der Fotografie überhaupt, wird im Rahmen dieser Arbeit widersprochen, indem verschiedene Theorien herangezogen werden, die die Bedeutung von Zeichen von ihren Funktionen und Verwendungsweisen und nicht von ihrem ontologischen Status abhängig machen. Anhand von anti-repräsentationalistisch ausgerichteten medientheoretischen Ansätzen wie der Remediatisierungsthese von Bolter und Grusin und insbesondere der Transkriptivitätstheorie von Ludwig Jäger soll gezeigt werden, dass kulturelle Semantiken letztlich durch die komplexen Verfahren entstehen, mit denen Zeichen und Medien wechselseitig aufeinander Bezug nehmen. Darüber hinaus beleuchtet die Arbeit das Wechselverhältnis zwischen dem fotografischen Spurenparadigma und der Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts und berücksichtigt auch die diskursanalytische Theorietradition.

Im Oktober 1928 wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt und von Stephan Bing, Herrmann Oppenheim und Siegfried Kahn übernommen. Mit ihnen kamen weitere bewährte Mitarbeiter der Bing Werke AG und begannen, Ideen und Konzepte für neue Spielwaren zu entwickeln. Der Markenname TRIX taucht 1931 mit den ersten TRIX-Metallbaukästen auf. Die Experten streiten sich nach wie vor, wie der Name TRIX entstanden ist. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass der Name der Lieblings-Zigarren des Entwicklungsingenieurs Siegfried Kahn ausschlaggebend war. In Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Bing-Geschäftsführer Stephan Bing, Siegfried Kahn und anderen ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens Bing wurde ab 1932 die TRIX Express Modelleisenbahn entwickelt und 1934 mit der Produktion begonnen. Die Bing-Tischeisenbahn hatte bereits eine Spurweite von 16,0 mm und zunächst Uhrwerks-Lokomotiven, später auch elektrische Lokomotiven und eine elektrisch isolierte Mittelschiene.

Die TRIX-Express-Bahn übernahm die Gleisgeometrie der Bing-Tischbahn. Das Gleis erhielt aber einen Bakelitgleiskörper und drei isolierte Blechschienen, dadurch war ein unabhängiger Zweizugbetrieb möglich. Die Wagen wurden aus lithographierten und ausgestanzten Blechen montiert. Im März 1935 wurde TRIX Express im Messehaus Petershof auf der Leipziger Frühjahrsmesse, damals noch in der sogenannten Spur 00, der Öffentlichkeit vorgestellt.