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Texte zur Theorie des Raums PDF

Materie und Felder, in dem sich alle physikalischen Vorgänge abspielen. Dimensionen Länge, Breite und Höhe bestimmt ist. Zur physikalischen Beschreibung werden formale Eigenschaften verschiedener mathematischer Räume, meistens des euklidischen Raumes, benutzt. Der Begriff des Raums hat sich in der Geschichte der Physik texte zur Theorie des Raums PDF gewandelt.


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Der Raum spielt in den letzten Jahren in den Kulturwissenschaften eine immer bedeutendere Rolle. Stephan Günzel, Professor für Medientheorie an der Berliner Technischen Kunsthochschule, hat in diesem Band die wichtigsten Texte von Herder, Clausewitz und Benjamin über Derrida und Agamben bis zu Said und vielen anderen zusammengestellt und führt in einleitenden Essays zu den jeweiligen Kapiteln "Kultur", "Medium", "Politik" und "Wissen" in das Thema ein.

Im Vorderen Orient war die Bildung von Längen-, Flächen- und Volumenbegriffen immer abhängig von anthropozentrischen Gesichtspunkten wie der Menge des Saatguts für eine zu bestellende oder der Arbeitsleistung für eine zu bearbeitende Fläche. Allerdings gab es immer wieder Kritik daran: Für Aristoteles‘ Schüler Theophrastos von Eresos ist der Raum nicht real, er ist eine reine Ordnungsbeziehung zwischen den Körpern. Raum und Zeit waren im Altertum völlig heterogene, nicht aufeinander bezogene Wesenheiten. Zenon hat wohl als erster erkannt, dass sie im Begriff der Geschwindigkeit aufeinander bezogen sind. Der Raum ist absolut, unveränderlich und unbeeinflusst von den physikalischen Vorgängen, die sich in ihm abspielen.

Der Raum ist euklidisch und dreidimensional. Dieser unendliche, unbewegliche, für alle Körper durchdringbare, keine Qualitäten oder Formen aufweisende, durch keine Kraft trennbare Raum ist für das 18. Jahrhundert das Maß aller Abstände und Geschwindigkeiten, ja als Werk Gottes. Die Dimensionen eines Raumes entsprechen den von ihm realisierten kartesischen Koordinaten, üblicherweise angegeben in x-, y- und z-Richtung.

Die Entdeckung, dass die Lichtgeschwindigkeit für alle Beobachter gleich ist, erforderte eine Modifikation des Raumbegriffes. In der Speziellen Relativitätstheorie ist der Raum zwar vom Beobachter abhängig, nicht jedoch von den physikalischen Vorgängen in ihm. Er ist immer noch für jeden Beobachter euklidisch. Das ändert sich in der Allgemeinen Relativitätstheorie. Die Kaluza-Klein-Theorien und Stringtheorien, die zum Ziel haben, die Gravitation mit den anderen Grundkräften zu vereinigen, fügen der Raumzeit zusätzliche Dimensionen hinzu. Ein Ziel dieser Theorien ist, den Raum mit seinen Eigenschaften nicht als etwas Gegebenes zu postulieren, sondern ihn in einer umfassenden Theorie gemeinsam mit den bekannten Grundkräften und Elementarteilchen zu begründen.