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… und dann machte ich mich auf den Weg … PDF

Wie kann es einen Gott geben, wenn die Welt so offensichtlich ungerecht, leidvoll und sinnlos … und dann machte ich mich auf den Weg … PDF? Das ist, auf einen Satz reduziert, die Frage der „Theodizee“. Frage ist, aber von ungemein persönlicher Bedeutung.


Författare: Fritz Kratzeisen.
Als 16jähriger steht er im Hafen von Genua und träumt von einer Weltreise. Mit 64 macht er sich mit dem Fahrrad, einem Anhänger und viel Mut auf den Weg und erfüllt sich damit seinen Lebens­traum. Vier Jahre voll spannender Geschichten und Erlebnisse über alle Kontinente liegen vor ihm …

Menschen, die unfassbares Leid erlebten, stehen vor dieser Frage nicht zuerst als philosophisch Interessierte, sondern als ins Herz Getroffene. Eine Antwort auf diese Frage darf das nicht ignorieren: Es geht nicht nur um eine rationale Auflösung eines Widerspruches zwischen dem guten Gott und den verstörenden Ereignissen dieser Welt. Ich hoffe, mit dieser Katechese einem solchen Anspruch einigermaßen gerecht zu werden und bitte jetzt schon um Entschuldigung, falls mir das nicht gelingt. Auch bitte ich um etwas Geduld: Der erste Teil der Katechese ist nüchtern, sachlich und eher philosophisch. Aber keine Sorge: Ich verliere den Anspruch, neben einer Antwort auch Trost zu finden, nicht aus den Augen.

Versuche, sich der Theodizee zu nähern und ein wenig Heilung, zumindest aber Linderung des Schmerzes, den das Leid verursacht, zu schenken. Buch über einen Vater, dessen Kind entführt und ermordet wird und seine Auseinandersetzung mit Gott. Teile habe ich für diese Katechese übernommen – die anderen Teile sind auch lesenswert. Nicht alle, die vom „großen, unlösbaren Problem der Theodizee“ in der Theologie hören, können die Brisanz nachvollziehen.

Nun will ich niemandem ein Problem einreden, das er selbst nicht hat. Durch diese Beschreibung des Theodizee-Problems wird zudem deutlich, dass wir in der Frage nach Gott immer schon den christlichen Gott vor Augen haben, von dem es heißt, er sei gut und liebevoll. Angesichts des Leids in der Welt stellt sich nämlich nicht die Frage nach der Existenz eines Gottes – sondern nur die Frage nach seiner Güte und Allmacht. Denn: Vielleicht gibt es trotz allen Leids einen Gott, der aber nicht gut, sondern bösartig und grausam ist? Das Theodizeeproblem ist also kein universelles Rätsel: Es ist ein spezielles Problem der Religionen, die an einen personalen, guten und allmächtigen Gott glauben.