Ratgeber

Und raus bist du PDF

Das Sakrament der Beichte ist eigentlich eines der schönsten Sakramente – sowohl und raus bist du PDF den Priester als auch für den Beichtenden. Hier kommen sich Gott und Mensch ganz besonders nahe.


Författare: Renate Welsh.
Pino sperrte den Briefkasten auf, der wieder einmal überquoll von Werbung. Mama weigerte sich, die Post zu holen. Sie fürchtete bestimmt, es könnte ein Brief von der Fremdenpolizei dabei sein. Esad sagte immer wieder, wenn der Brief da ist, ist er da, egal ob du ihn gelesen hast oder nicht, Mama aber schüttelte den Kopf und weigerte sich darüber zu reden. . ..
Renate Welsh erzählt am Beispiel der Geschwister Pino und Esad und ihrer Mutter von Menschen, die aus einem vom Krieg zerstörten Land kommen, um bei uns Zuflucht zu finden. Die Kinder sind gute Schüler, die Eltern arbeiten schwer und finden Freunde – bis … bis es dann oft nach Jahren heißt: „ Ab mit euch nach Hause!“
Nach Hause? Wo ist das? Zwei Koffer dürfen sie mitnehmen, alles andere müssen sie zurücklassen… Was ist nun mit den guten Kenntnissen aus der Schule, mit der schweren Arbeit, die sonst kaum jemand machen will, mit den Freunden? Können wir es uns leisten, auf solche Menschen zu verzichten?
Esads Freund Ismail ist einer, den dieses Schicksal trifft. Pino, Esad und die Mutter warten täglich in großer Angst, dass auch sie den Abschiebungsbescheid erhalten. Es gibt aber viele Freunde, die ihnen helfen wollen – es sind mehr als sie je geglaubt haben. Ob diese Hilfe Erfolg haben kann?
Eine spannende Erzählung, die aufrüttelt!
In diesem Buch beweist die Autorin wie schon so oft ihr Engagement für Benachteiligte, ihren Einsatz gegen Ungerechtigkeit und ihr Verständnis für die ohnmächtige Wut und Verzweiflung, die junge Menschen wie Esad in dieser Lage überfällt.
An Stelle eines Nachworts kurze Geschichten mit Kinderschicksalen, die leider wahr sind.

Es ist ein sehr persönliches Sakrament – die Beichte kennt keine Massenabfertigung. Noch befindet sich das Sakrament der Beichte im normalen Gemeindealltag in der Krise. Aber auf Weltjugendtagen, Night-Fever-Nächten, Prayerfestivals und auf Wallfahrten zeichnet sich eine bemerkenswerte Trendwende ab: Menschen – vor allem Jugendliche – stehen stundenlang Schlange, um zu beichten. Und – soviel darf ich als Beichtvater verraten – die Beichten, die diese Menschen ablegen, sind wunderschön. So kann ich mir vorstellen, dass vielleicht auch bald eine Trendwende in den Pfarreien einsetzt – wenn da nicht die Scheu wäre, bei der Beichte Fehler zu machen.

Gerade, weil die Beichte sehr persönlich ist und eine unmittelbare Begegnung zwischen Priester und Christ ist, haben vielleicht viele Angst, sich zu blamieren. Nun: Davor wollen die folgende Hinweise bewahren. In dieser Übersicht geht es mehr um das WIE? Der erste Schritt der Beichvorbereitung: Ich WILL beichten! Es mag seltsam klingen, wenn ich Dir für Deine Beichtvorbereitung vorschlage, erst einmal wirklich beichten zu wollen. Aber wenn Beichten bedeutet, aus der gefährlichen Routine der eingespurten Gottesbeziehung auszubrechen, dann darf die Beichte nicht aus Routine geschehen und auch nicht aus einem Pflichtgefühl heraus. Im folgenden gehe ich einfach mal davon aus, dass Du Dich bereits zur Beichte entschlossen hast.

Entscheide Dich, Deiner Beziehung zu Gott neues Leben einzuhauchen! Die erste Beichtvorbereitung sollte also nicht darin bestehen, dass Du verzweifelt nach Sünden in Deinem Leben suchst. Sondern dass Du erkennst, dass Deine Beziehung zu Gott einen neuen Anfang braucht. Dass es Zeit wird, aus der Routine auszubrechen und wieder Gott in den Mittelpunkt zu stellen. Die Beichtvorbereitung beginnt somit nicht erst zehn Minuten vor dem Termin in der Kirche. Beginne also – mein Vorschlag – eine Woche zuvor mit dem ersten Schritt und entschließe Dich, zur Beichte zu gehen. Suche Dir einen schmucken Priester in einer schmucken Kirche mit einer festen Beichtzeit – oder mache mit dem Priester Deiner Wahl einen Termin aus.

Dann steht Dein Entschluss, zu beichten: Herzlichen Glückwunsch! Jetzt kommt der zweite Schritt: Du fragst Dich, warum es in Deiner Beziehung zu Gott zu dem gekommen ist, wie es im Moment ist. Dazu helfen sogenannte Beichtspiegel: mseist eine Art Fragenkatalog, die Dir helfen sollen, Dein Gewissen zu bilden. Eine Woche vor der Beichte solltest Du Dir eine dieser Checklisten vornehmen und eine Art Vorauswahl treffen: Für welche Sünden kommst Du überhaupt in Frage? Suche Dir zwei bis drei Schwachstellen heraus, die offensichtlich auf Dich besonders zutreffen und beobachte Dich eine Woche lang. Falls zu diesen Schwächen auch die Vergesslichkeit gehört, solltest Du diese Punkte am besten notieren. Nun beginnt die Woche der Beichtvorbereitung: Jeden Abend gehst Du diese engere Auswahl von Schwächen, Beziehungsstörungen oder Sünden durch und fragst Dich, was Du davon am vergangenen Tag begangen hast.

Vielleicht gehst Du in Gedanken den ganzen Tag Stunde für Stunde durch. Wiederum kann es sinnvoll, sich dazu Notizen zu machen. Am Tag Deiner geplanten Beichte solltest Du Dich beginnen zu freuen. Natürlich kann man Freude nicht erzeugen. Aber man kann sich ausmalen, wie schön alles wird.