Jugendbücher

Urstand, Fall und Erbsünde in der evangelischen Theologie des 19. Jahrhunderts PDF

Adam und Eva urstand, Fall und Erbsünde in der evangelischen Theologie des 19. Jahrhunderts PDF aus dem Paradies vertrieben. Fresko von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle, Anfang des 16.


Författare: Heinrich M. Koester.
Die Überzeugungen der christlichen Kirchen über die Anfänge der Heilsgeschichte (Paradies, Fall, Erbsünde), sind seit über hundert Jahren Gegenstand vielfältiger Diskussionen geworden. Das vergangene Jahrhundert hat dabei eine besondere Rolle gespielt, ohne dass der diesbezügliche Beitrag der evangelischen Theologie eine ins einzelne gehende Darstellung erfahren hätte. Diese Darstellung ist das Ziel dieser Studie. Friedrich Schleiermacher, David Fr. Strauss und Albrecht Ritschl dürften dabei besonderes Interesse erregen. Die nach der Aufklärung einsetzende konfessionelle Neubesinnung wird an acht -, die liberale wie die Vermittlungstheologie an je fünf Vertretern beleuchtet.

Die deutsche Bezeichnung Erbsünde ist zuerst in mittelhochdeutscher Zeit seit etwa 1225 belegt. Konzept des Urstands entstand bereits in der Antike. Der Begriff wird in der orthodoxen, römisch-katholischen und den verschiedenen evangelischen Traditionen unterschiedlich aufgefasst. Gemeinsam ist in allen christlichen Traditionen die Lehre der Trennung des Menschen von Gott, bedingt durch die Erbsünde. In den Evangelien sprechen weder Jesus Christus noch die Autoren der Evangelien vom Sündenfall Adams, dessen Fehler Jesus rückgängig zu machen habe. Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.